BMW M2 vorgestellt

14. Oktober 2015
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Aktuelles

Brachial steht er da, der M2. Das im Standard-Trim relativ hoch wirkende 2er Coupé wurde gehörig tiefer gelegt und in die breite gezogen, bekam eine entsprechend radikal gezeichnete Front-Schürze und die M-typischen vier Auspuffrohre in Schonsteingröße verpasst. Dass das alles nicht bloß Show ist, versteht sich von selbst. Hinter den neuen 19“ Alus lauert eine massive Compound-Bremsanlage, die das in nur 4,3 Sekunden auf 100 stürmende Gerät wieder einfangen soll. Der Vortrieb kommt aus einem 3L Reihensechser mit TwinTurbo-Technologie, der im Standardbetrieb 465 NM Drehmoment freisetzt, mittels Overboost kurzzeitig aber sogar 500 NM auf die Hinterachse loslassen kann. Bleibt man unbeirrt am Gas stürmt der M2 bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von elektronisch abgeriegelten 250 km/h. Das Schalten übernimmt am Weg dorthin entweder die neuste Generation des 7 Gang M Doppelkupplungsgetriebes (M DKG mit Drivelogic) oder aber – sehr erfreulich – einfach der Fahrer selbst. Immerhin schraubt die M GmbH ab Werk noch ein gutes, altes Schaltgetriebe in den M2 – wobei „alt“ natürlich Blödsinn ist. Das Getriebe ist eine Neuentwicklung samt neuartiger Carbon-Reibbeläge für höheren Schaltkomfort und einer sogenannten Anschlussdrehzahlregelung. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Getriebe beim Zurückschalten automatisch Zwischengas gibt um die Balance des Wagens nicht zu stören. Solche Systeme kennt man zum Beispiel schon aus dem Nissan 370Z oder diversen Porsche-Modellen.

Auch sehr erfreulich: Der M2 kommt früh genug, dass die M GmbH noch eine Klappenauspuffanlage in den Wagen bauen darf. Diese kann, wie gewohnt, mittels Fahrerlebnisschalters manuell geöffnet werden – also im Rahmen der Umstellung auf einen der M-Fahrmodi. In diesen wird dann auch das elektronische Hinterachsdifferenzial nachgeschärft, während die Traktionskontrolle die Leinen etwas lockerer lässt. Das Ergebnis sollte eine wie immer äußerst fahraktive Spaßmaschine sein. Ob sie es allerdings schaffen wird, NOCH besser als der 1er M zu sein? Wir sind uns nicht so ganz sicher …

4 Kommentare

  1. Boahh, der würde mir schon gefallen, aber bei 370 PS fällt die Versicherung ganz schön happig aus und bei einem Preis von € 60.000.- stellt sich die Frage der Anschaffung sowieso nicht. Trotzdem dieses Geschoß in der Farbe „Schwarz“ wär schon eine feine Sache.

  2. Ein schönes Auto, das wegen der hohen Kosten und der enormen Besteuerung aber bei den Händlern stehen wird wie eingemauert. Wenn sich überhaupt ein Händler findet, der so ein Fahrzeug als Vorführwagen anmeldet. Schon der M235i ist nur ganz schwer zu verkaufen. Die Strafsteuern in Österreich führen leider zu einem Kahlschlag bei diesen tollen Automobilen.

  3. Unsere „Volksvertreter“ arbeiten konsequent daran, dass man es sich nicht mehr nur zwei Mal sondern öfters überlegt, aus dem 2L Turbodieseleinheitsbrei auszuscheren.
    Kosten, Verkehrsberuhigungen, IG-L Zonen… machen es einem nicht leicht sich Automobile anzulachen die auch Emotionen hervorrufen können.
    mfg

  4. Der legitime Nachfolger des 2002 turbo…

    MfGJ

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