Stromschlag als Denkanstoß
Eine Fahrt mit dem Think City zeigt uns, wie weit das Elektroauto 2010 in Wirklichkeit ist. Grundsätzlich geht das Konzept auf, wenn auch mit diversen Einschränkungen
Der Think City ist mehr als ein blumiges Versprechen
Für alle, die mit „Think“ nichts anfangen können: Die Firma kommt aus Norwegen und kreiste ursprünglich im Dunstkreis des mächtigen Ford-Konzerns. Als die Amis die Lust an diesem Projekt verloren, stand Think vor dem Bankrott.
Irgendwie erfing man sich aber wieder und machte auf eigene Faust weiter. Und stellt nun, mit dem City, eines der ersten echten Elektroautos in die Schauräume.
Den Vertrieb für Österreich übernimmt Denzel, und bevor sich viele jetzt Hoffnungen machen: Einen Kauf sollte man sich reiflich überlegen.
Erstens: Der Think City kostet 44.000 Euro. Die teure Technik und die geringen Stückzahlen lassen derzeit keinen niedrigeren Preis zu. Das Problem sollte sich aber von selbst lösen, sobald die Produktion wirklich in Schwung kommt. Bis dahin heißt es aber: 3er BMW oder Think City?
Zweitens: Der Importeur bekommt noch nicht die Stückzahlen, die er sich vorstellt. Die gut hundert Exemplare, die den Weg nach Österreich finden, sind schon so gut wie verkauft, vorwiegend an Firmen und Gemeinden, die ihr grünes Gewissen plakativ demonstrieren wollen. Auch hier heißt es also: Bitte warten.
Drittens: 160 Kilometer Reichweite (laut Prospekt. Bei realen Verhältnissen schafft man nicht mehr als 140) verlangen eine Ladezeit von zehn bis 16 Stunden. Vorausgesetzt, man hat die Möglichkeit, sich an einer Steckdose einzuklinken, was für Laternenparker derzeit noch ein Wunschdenken ist. Kurz gesagt: Die Infrastruktur passt einfach noch nicht.
Wer sich von diesen Punkten aber nicht abhalten lässt, bekommt mit dem City einen smarten Zweisitzer, der für den Stadtverkehr völlig ausreicht, sich überraschend kommod fahren lässt und uns aufzeigt, wie wenig Auto man für die täglichen Wege eigentlich benötigt.
Die einzelnen Aspekte des Think-Fahrens finden Sie in der Fotogallerie gleich unterhalb dieser Geschichte.
Das Video zum City folgt in Kürze!
TECHNIK:
3 Phasen A-Synchronmotor, 378 V, 34 kW (46 PS), max. Drehmoment 90 Nm, Vorderradantrieb, Scheibenbremsen v, L/B/H 3143/1658/1548 mm, 2 Sitze, Wendekreis 9 m, Reifendimension 165/65 R 14, Energieinhalt 28,3 kWh, Reichweite 160 km, Kofferraumvolumen k. A., Leergewicht 1038 kg, zul. Gesamtgewicht 1232 kg, 0–80 km/h 16,0 sec, Spitze 110 km/h, Steuer (jährl.) € 0, Werkstätten in Österreich 1,
Mängel am Testwagen: keine
Preis: € 44.400,–
Think City im Test
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Der Think City in voller Fahrt. 46 PS u...
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Der Innenraum zeigt sich zwar spartanis...
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Dass Ford in der Anfangsphase des City ...
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