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  • 23.11.09 von Roland Scharf
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Skoda Fabia, ab 1999 - Böhmische Revolution

In der richtigen Version macht der Skoda Fabia auch als Gebrauchter eine gute Figur. Der Knackpunkt liegt vor allem bei der Motorenwahl.

Robert May, WerkIm Osten viel Neues: Der Fabia begeisterte von Anfang an mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis, und als Gebrauchter mit wenigen Macken 

Eine bessere Ausgangsbasis hätte sich der Fabia nicht wünschen können: der Vorgänger Felicia entstand zwar schon unter der Fuchtel von VW. Im Kern war er aber noch ein Skoda der alten Schule. Roh, qualitativ fragwürdig und mit wenig sophistischer Technik gesegnet. Der Fabia konnte also nur besser werden, zumal der damals neue Octavia bereits den Weg ebnete und der Welt signalisierte: Skoda baut – dank VW-Schützenhilfe – solide Autos zu fairen Preisen.
Die technische Basis lieferte der VW Polo, der damals noch nicht auf dem Markt war. Den Herren in Wolfsburg ging es darum, den Fabia quasi als letzten Feldversuch zu verwenden. Sollten Kinderkrankheiten auftauchen, könne man die bis zur Polo-Markteinführung noch ausmerzen.
Diese blieben aber weitgehend aus, und so bescherte die Plattform dem kleinen Skoda ein tadelloses Fahrverhalten ohne Tücken, mit genügend Komfort und ausreichend großem Innenraum. Sitzposition und Ergonomie waren voll auf VW-Niveau, zählten also zu den besten seiner Zeit. Lediglich die Material- und Farbwahl der frühen Baujahre lässt ein wenig am Geschmack der Tschechen zweifeln. Doch glaubt man bösen Zungen, ging es hierbei nur darum, dem VW Polo nicht zu große interne Konkurrenz zu machen. Denn der Fabia bot die gleiche Technik zu günstigeren Tarifen.
Jedenfalls war das Gesamtpaket so gelungen, dass der Fabia nicht nur im Intensiv-Test zweimal gut abschneiden konnte. Er gewann sogar noch 2006, am Ende seiner Laufbahn, einen Alles Auto-Vergleichstest gegen wesentlich jüngere Mitbewerber.
Auch der Kofferraum ist heute noch brauchbar groß, erweiterbar über geteilte Rückbanklehnen. Noch mehr Platz bieten die Stufenheck- und Kombi-Version. Vor allem die Limousine kämpft seit ihrer Geburt ein wenig mit dem Hut-Image und ist entsprechend selten anzutreffen. Das macht sich auch preislich bemerkbar. Im Gegensatz zum Combi, der oft über Listenpreis gehandelt wird.

Skoda Fabia, Generation 1, ab 1999

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