Mitsubishi Lancer Sportback - "Angenehm entspannt"
Von Leser Manfred Pfaffenberger, NÖ
Selten ist in den letzten Jahren von den Japanern, zumindest in dieser Klasse, ein derart eindrucksvolles Auto auf die Räder gestellt worden. Mit dem Rückenwind satter Rallye-Erfolge könnte der neue Lancer ein Verkaufshit werden – auch weil die Relation Preis/Leistung stimmt.
Die vielen Ecken und Kanten, der mächtige Grill mit den aggressiv schräg gestellten Scheinwerfern, das Heck mit geschickt integrierten und schön geformten Leuchten und die fließende Seitenlinie geben dem spürbar gewachsenen neuen Lancer jenen unverwechselbaren Charakter, den man bei seinen Vorgängern vergeblich gesucht hat.
Der Innenraum ist großzügig, niemals kommt ein Gefühl von Beengtheit auf. Die verwendeten Materialien sind ansehnlich, die Bedienungselemente klar und übersichtlich. Warum man sich eine Anzeige für die Kühlwassertemperatur erspart hat, ist allerdings nicht nachvollziehbar. Die Ausstattung des Topmodells lässt keine Wünsche offen.
Die optimale Sitzposition ist dank vielfältiger Verstellmöglichkeiten rasch gefunden. Der laute Zweiliter-Diesel von VW verrichtet kraftvoll seinen Dienst und passt gut in das Gesamtkonzept des neuen Modells. Fahrkomfort und Fahrwerksabstimmung sind in Ordnung, lediglich die Lenkung könnte mehr Gefühl für die Fahrbahn vermitteln. Und die Schaltung dürfte ruhig exakter sein.
Der sechste Gang ist als Spargang ausgelegt, was dem Verbrauch zugute kommt, den Fahrer aber dazu zwingt, beim Beschleunigen in die Fünfte zurückzuschalten. In der Summe seiner Eigenschaften ist der neue Lancer ein Auto, das sich angenehm entspannt fahren lässt. Und bereits jenes Image besitzt, an dem die Koreaner wohl noch arbeiten müssen.