Subaru Impreza 2,0R pro:sports:line AWD - "Zieht standesgemäß "
Von Leser Alexander Wunderer, Wien 15
Subaru Impreza 2,0R pro:sports:line AWD
Endlich steht es vor mir, das Auto aus jedem Bubentraum: Subaru Impreza 2,0R pro:sports:line. Von hinten betrachtet ein kleiner, unauffälliger Spoiler. Und ein Auspuffendrohr, bei dem man vor jedem Starten nachschauen muss, ob sich nicht ein Tier zum Schlafen darin eingenistet hat. Von vorne unauffällig. Während des Einsteigens fallen gleich die Subaru-typischen rahmenlosen Scheiben auf.
Drinnen kommt Ernüchterung auf. Die Ausstattung hat nichts zu bieten, was man heutzutage nicht schon in einem Kleinwagen findet: elektrische Spiegel, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, und das war es. Nicht einmal über sechs Gänge verfügt der Impreza. Stattdessen sitzt dort, wo der sportliche Fahrer die Sechste erwartet, der Retourgang.
Überraschung nach dem Starten: Die Laufruhe eines Boxermotors ist besser als die eines Reihenvierzylinders. Im Stand merkt man nicht, dass der Motor läuft, erst ein Blick auf den Drehzahlmesser hilft. Bei diesem Blick fällt auf, dass der rote Bereich erst bei 7000 U/min anfängt. Das klingt ja viel versprechend!
Die ersten Kilometer dienen dazu, den Motor warm zu bekommen und sich ans Fahrzeug zu gewöhnen. Dabei wirkt das Fahrzeug sehr träge. An der Stadtgrenze ist es endlich soweit: Ich schalte nicht bei 3000 Touren hinauf, sondern bleibe am Gas. Bei 4500 Umdrehungen kommt plötzlich Freude auf, und das Fahrzeug zieht standesgemäß nach vorne, lässt auch bei höheren Drehzahlen nicht nach.
Das ist das Geheimnis: drehen, drehen, nochmals drehen! Der Nachteil ist, dass man jeden Ampelstart gegen einen TDI verliert, da unten die Kraft fehlt. Leider wird man aufgrund der optischen Nähe zum WRX öfter zu einem solchen Ampelduell herausgefordert. Selbst der Tankwart glaubte mir nicht, dass man nur 95 Oktan in den (vermeintlichen) WRX einfüllen muss.