Angriff der Killer-Frisbies
Baltimore bekommt seinen Stadt-Grand Prix - ein Albtraum eines jeden Straßenbauers.
Zwischen Tribüne und Rush-hour: Baltimore wird zur Rennstrecke
Dieses Wochenende startet in Baltimore, US-Bundesstaat Maryland, erstmals die Indy Car-Serie mit einem Stadt-Grand Prix. Das bedarf natürlich tiefgreifender Vorbereitungen, damit die insgesamt fünf Rennen, die von 2. bis 4. September abgehalten werden, auch reibungslos ablaufen. Das ist zum großen Teil langweiliger organisatorischer Krempel. Manche Details sind aber dennoch interessant: Auch wenn schon die breitesten und schönsten Straßen Baltimores für diesen Zweck ausgesucht wurden, mussten gut 90 Prozent der Strecke neu betoniert werden, damit die Formel-Autos überhaupt ordentlich fahren können. Satte 45 Tage haben die Organisatoren für den Aufbau einkalkuliert, inklusive Hospitality, Parkplätze für die Trucks der Rennteams und der schieren Logistik von gut 35.000 Gästen. Der Abbau nach dem Rennen dauert immerhin noch 30 Tage. Das prickelndste Detail liefert aber die Strecke selbst. Quasi aus der Tücke heraus, eine Straße zu einer Rennstrecke umzumodeln, müssen alle Kanaldeckel verschweißt oder mit der Straße verschraubt werden. Der Grund: Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Anpressdruck eines Formel-Autos dank Spoilern, verkleidetem Unterboden und anderen aerodynamischen Hilfsmitteln so hoch, dass die rund 100 Kilogramm schweren Kanaldeckel von den Indycars quasi angesaugt und wie mutierte Frisbie-Scheiben durch die Luft fliegen können. Keine schöne Vorstellung. Die Aktion könnte noch ein wenig dauern. Auf der knapp drei Kilometer langen Strecke befinden sich gut und gerne 200 Kanaldeckel.
Die Quattratur des Kr...
Als limitierter A1 quattro möchte ...

