Ausgesaabt
Das Ende? Kein Gläubigerschutz für Saab – Insolvenzantrag der Gewerkschaften wahrscheinlich.
Meldungen darüber, dass Saab die Löhne ihrer 3700 Angestellten wieder mal nicht zahlen kann oder die Produktion wegen fehlender Teile schon wieder gestoppt werden musste, galten in den letzten Monaten schon als normal. Schockiert zeigte sich darüber keiner mehr.
Nun aber wird es wirklich ernst, denn der Antrag des schwedischen Autobauers auf Gläubigerschutz wurde vom zuständigen Amtsgericht endgültig abgewiesen. Die Begründung: Es fehle ein Konzept für eine dauerhafte Sanierung. Steht ein Unternehmen unter Gläubigerschutz, kann es sozusagen nicht in Insolvenz „geschickt“ werden, sondern darf – unter strengen Auflagen – weiterarbeiten.
Dies gelang Saab jedenfalls nicht. Die am Dienstag veröffentlichte Halbjahresbilanz (ein Minus von 201,5 Millionen Euro) trug wohl auch nicht unbedingt zum Wohlwollen des zuständigen Richters bei. Dass die von zwei chinesischen Autobauern zugesagten 250 Millionen Euro auch nicht in Trollhättan ankamen, gilt als endgültiger Todesstoß für die schwedische Traditionsmarke.
Bis bei Saab also die Lichter ausgehen, ist es nur mehr eine Frage der Zeit. Ein Insolvenzantrag von Gewerkschaften ist laut welt.de wahrscheinlich.
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