allesauto.at

 
  • 28.09.11 von
  •  

Die Kraft der großen Töpfe

Dodge Viper schlägt Lexus LFA und Corvette ZR1 auf der Nordschleife. Ihr Geheimnis? Hubraum, sonst nichts.

Derzeit das schnellste Nordschleifenschwein: Dodge Viper ACR 

Wenn es hart auf hart kommt, nutzt keine Taktik mehr. Kein ausgeklügeltes System oder sophistische Technik. Das einzige, was in solchen Momenten zählt, ist rohe, ungezügelte Gewalt. Nur so entstehen Siege.
In diesem speziellen Fall ist das Schlachtfeld der Nürburgring, und die automobile Pumpgun, pilotiert von Dominik Farnbacher, eine Dodge Viper ACR (American Club Racer), die ebendort seit kurzem den Streckenrekord für Serienfahrzeuge hält.
Das eigentlich reizvolle daran ist nicht, dass in diesem ewigen Wettkampf der Hersteller ein weiterer Superlativ dazu gekommen ist. Sondern dass ein Auto alle anderen betoniert hat, das auf Turbos, Hochdrehzahlkonzept und sonstige High Tech-Spielereien verzichtet und in Wahrheit nur eines hat: Hubraum.
8,4 Liter aus zehn Zylindern reichen aus, um mit 7:12,13 deutlich vor der teuren Corvette ZR1 (7:19,6) und dem sauteuren Lexus LFA (7.14,6) zu liegen. Was hat uns all der technische Fortschritt also eingebracht, wenn die uralte Hubraum-Formel ausreicht, um Bestzeiten zu fahren? Also doch alles nur Marketing?
Zur Ehrenrettung der anderen sei gesagt, dass dieser „Sieg“ einen Schönheitsfehler hat: Die Viper gibt es nämlich gar nicht mehr zu kaufen. Das Chrysler-Team musste auf ein Haldenfahrzeug eines Händlers aus Texas zurückgreifen. Doch mit etwas Glück könnte die Jagd demnächst weitergehen. Spätestens, wenn die Viper als Lancia auferstehen wird. Und dass Porsche dem Treiben nicht mehr lange untätig zuschauen wird, liegt auf der Hand.
Gerade in den USA gelten die Rundenzeiten auf „The Ring“ bei Sportwagen als Beweis für die Fähigkeiten des Modells. Wer auf der Nordschleife die Nase vorn hat, liegt womöglich auch bei den Verkaufszahlen um ein paar Zehntel voraus. Den letzten großen Zwist gab es zwischen Nissan und Porsche. Der GT-R umrundete die Strecke in 7:29, der doppelt so teure und gleich starke 911 Turbo in lediglich 7:38. Die Zuffenhausener zweifelten die Zeit an, Nissan konterte, und der japanische Supersportler war als preiswerter Porsche-Killer in aller Munde. Die ganze Wahrheit jedoch liegt wohl irgendwo zwischen Brünnchen und Hatzenbach.


Top
  • 1 von 1
  • alt
IconPlay Youtube Preview Image

Die Quattratur des Kr...  

Als limitierter A1 quattro möchte ...  

/Images/Small/328x113/abo1.jpg

/Images/Small/328x113/altmetall.jpg