Voltreffer
Hybrid-Auto Chevrolet Volt drei Wochen nach Crashtest abgebrannt. Waren Lithium-Ionen-Akkus die Ursache?
Im Bereich des Mitteltunnels angeordnet: Lithium-Ionen Akkus des Chevy Volt
Herber Rückschlag für die Hersteller von Elektroautos: Wie jetzt bekannt wurde, fing kürzlich ein Testwagen vom Typ Chevrolet Volt auf dem Gelände der NHTSA (National Highway Traffic Safety Agency) im US-Bundesstaat Wisconsin aus bisher ungeklärter Ursache Feuer.
Laut Nachrichtenagentur Reuters hatte die Behörde dieses Fahrzeug für einen Seitenaufprall-Crashtest eingesetzt. Diesen absolvierte der Volt mit Erfolg. Anschließend wurde der gecrashte Wagen auf einem Parkplatz abgestellt, wo er sich drei Wochen später von selbst entzündete. Das Feuer war so stark, dass auch neben dem Volt geparkte Autos beschädigt wurden. Im Visier der Ermittler: die verwendeten Lithium-Ionen-Akkus, die zwar als effektiv und leistungsfähig gelten, aber auch, wie Beispiele aus anderen Industriesparten zeigen, zum Überhitzen neigen.
Der Vorfall veranlasste die NHTSA, alle in den USA erhältlichen Elektroautos mit Akkus dieses Typs (allen voran Modelle von Ford, GM und Nissan) genauer zu überprüfen.
In einer ersten Stellungnahme betonte Jim Frederico, GM-Cheftechniker im Bereich Elektroautos, dass der Chevy Volt grundsätzlich ein sicheres Auto sei. Er sagte weiters, die NHTSA könne aufgrund vorliegender Daten bestätigen, dass die Feuergefahr bei diesem Chevrolet nicht höher sei als bei einem Auto mit reinem Benzinantrieb.
Der Chevy Volt verfügt über eine 200 Kilogramm schwere Batterie-Einheit, die im Mitteltunnel in T-Form untergebracht ist. Laut NHTSA wurde diese Einheit beim Crashtest beschädigt, was zu einer Reaktion in den Batteriezellen geführt und das Feuer entfacht haben könnte. Um welche Reaktion es sich gehandelt hat, steht noch nicht fest. Der südkoreanische Batterie-Hersteller LG war noch zu keiner Stellungnahme bereit.
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