allesauto.at

 
  • 01.02.12 von Roland Scharf
  •  

Das Imperium schlägt zurück

Der Chevy Volt ist überhaupt nicht gefährlich, meint Ex GM-Boss Bob Lutz. Er kritisiert damit nicht nur einen TV-Sender, sondern gleich eine ganze Partei.

Freund großer Worte: Bob Lutz im politischen Rampenlicht 

Das eigentlich Faszinierende an Elektroautos ist der Umstand, dass sie niemanden kalt lassen. Die einen vergöttern sie, die anderen hassen sie – die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Der Chevrolet Volt konnte das die letzten Wochen am eigenen Leib spüren.
Die Selbstentzündung eines Exemplars drei Wochen nach einem Crashtest entfachte heftige Diskussionen ob der generellen Sicherheit dieses Konzepts. Sind die Lithium-Ionen-Akkus gefährlicher als angenommen? Wurde da vielleicht sogar etwas verheimlicht? Oder ist das alles nur ein Riesen-Blödsinn und die Öl-Lobby streckt nur wieder einmal ihre Kraken aus. Es war definitiv Zeit für ein Machtwort.
Dass dieses von Ex-GM-Boss Bob Lutz kommen würde, verblüffte niemand. Lutz galt immer schon als Mann großer Worte, und auf der Homepage des Business-Magazins Forbes legte der Düsenjet-Hobbypilot die Fakten dar. Unter anderem stellte er klar, dass
- ein Chevy Volt noch nie bei einem Unfall in Flammen aufging.
- die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA, führte den besagten Crashtest durch) trotz aller Umstände dem Volt die Bestnote attestierte
- jeder Insasse genug Zeit gehabt hätte, aus dem verunfallten Volt zu klettern, da die Akkus wie gesagt erst drei Wochen nach dem Crash Feuer fingen
- im Schnitt 278.000 Autos mit Benzinantrieb jährlich in den USA brennen
- kein Elektroauto eines Großserienherstellers bis heute Feuer gefangen hat
- der Volt (laut Bob Lutz das technisch fortschrittlichste Auto dieses Planeten) von ihm und seinem Team lange vor den staatlichen Hilfszahlungen abgesegnet worden ist

Lutz reagierte damit auf die anhaltende Kritik diverser Talkshows und vor allem auf jene des konservativen, den Republikanern gut gesinnten TV-Senders Fox News, der regelrechtes „Volt-Bashing“ betrieb. Der Grund: Der Elektro-Chevy galt als Vorzeigeprojekt von US-Präsident Obama, die Selbstentzündung war somit ein gefundenes Fressen, die Kompetenz des demokratischen Präsidenten in Frage zu stellen. In Wahrheit ging es also nur um die ersten Ausläufer des bevorstehenden Wahlkampfes.
Dass Lutz laut Eigendefinition selbst ein „konservativer Republikaner“ ist, lässt seine Stellungnahme in einem anderen Licht erscheinen. So schreibt er weiters, die verantwortlichen Medienmacher hätten es geschafft, dass er sich geniert, sich selbst als Konservativer zu bezeichnen. Dass er dennoch nicht zum linken Flügel und auf Barack Obamas Seite abwandern wird, stellt er in seiner typischen Paukenschlag-Manier aber sofort klar: „Überlasst die Erfindung von Fakten doch den linken Klimawandel-Alarmisten.“
Top
  • 1 von 1
  • alt
IconPlay Youtube Preview Image

Die Quattratur des Kr...  

Als limitierter A1 quattro möchte ...  

/Images/Small/328x113/abo1.jpg

/Images/Small/328x113/altmetall.jpg