Neue Wolfsburger Modulküche
Das ist der neue Golf 7, nackt. Die Technik unterhalb des kommenden Golfsburgers bildet die Basis für nahezu jedes neue Konzern-Modell. Ihr Name: MQB
Jedes Auto aus dem VW-Konzern verfügt künftig über die gezeigte Technik
Modularer Querbaukasten, ein Begriff, der seit Monaten durch die Gazetten geistert. Immer heißt es, das ist das neue Baukastensystem von VW und die bisherige Plattform-Strategie wird mit MQB abgelöst.
Das ist ein derart massiver Einschnitt in den Automobilbau, dass sich allein aus dieser, für den Endkunden unsichtbaren Technik eine eigene Pressemeldung zaubern lässt. Hier und jetzt also präsentieren wir: Die Basis für gutes Gelingen. Der Baukasten, aus dem praktisch alle künftigen VWs entstehen. Und Seats, Audis und Skodas.
Tatsächlich ist der große Vorzug des Querbaukastens, wesentlich flexibler zu sein als die alten Plattformen. Unterschiedlichste Radstände und Spurbreiten können einfacher und billiger realisiert, und theoretisch sogar auf einem Fertigungsband produziert werden. Allein bei VW basieren auf dieser Technik die kommenden Generationen von Polo, Beetle, Golf, Scirocco, Jetta, Tiguan, Touran, Sharan, Passat und CC. Bei Audi ist es ähnlich umfangreich. Die Ingolstädter werden mit dem neuen A3 auch gleich die erste Konzernmarke sein, die ein MQB-Auto auf den Markt bringen wird.
Im März auf dem Genfer Salon ist es soweit, doch die Welt der Abkürzungen ist mit MQB noch lange nicht abgeschlossen. Denn durch die einheitliche Einbaulage kommen neu entwickelte Motoren hinzu. Zum einen der MDB, also modularer Dieselbaukasten, und folgerichtig der MOB, der modulare Ottobaukasten. Ähnlich dem MQB kann auch mit MDB und MOB viel flexibler gearbeitet werden, sprich: Die unterschiedlichsten Leistungsvarianten aus den immer gleichen Teilen.
VW spricht in einer Aussendung von einer Reduzierung der Motor- und Getriebevarianten bis knapp 90 Prozent, ohne dass die Angebots-Vielfalt darunter leiden soll. Ob der neue GTI-Motor Flash-MOB heißen wird, ist aber noch nicht bestätigt.
Damit ist die Wolfsburger Modulküche aber immer noch nicht vollständig. Ergänzt werden MQB, MDB und MOB vom MLB, dem Modularen Längsbaukasten. Federführend bei dessen Entwicklung war Audi, der die Basis für alle Autos mit längs eingebautem Motor und Frontantrieb bilden wird. Porsche hingegen durfte den MSB entwickeln, den modularen Standardbaukasten. Also die Auslegung Motor vorn, Antrieb hinten.
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