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  • 21.04.11 von Georg Fischer
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Gas geben & sparen

Sprit sparen und dabei schneller vorankommen. Ein ALLES AUTO-Leser hat’s ausprobiert.

Auf zum fröhlichen Sprit-Sparen: ALLES AUTO-Leser Michael Dürr unter der Ägide des Testchefs und früheren Eco-Instruktors Georg Fischer 

Michael Dürr fährt nach eigenen Angaben 30.000 bis 40.000 Kilometer pro Jahr. Teils im eigenen Nissan Primera, teils mit diversen Firmenwagen. Natürlich bereiten ihm die hohen Spritpreise Sorgen. Er fahre aber ohnehin sparsam, so der 38-jährige. Nur: Schleichen komme für ihn nicht in Frage, schließlich möchte er ja weiterkommen.
Wir wollen ihm zeigen, wie er noch mehr Sprit sparen könne, ohne dabei langsamer zu fahren. Das macht ihn neugierig. Rasch willigt unser Leser in ein ganz persönliches halbtägiges Eco-Training ein. Gefahren wird mit einem Nissan Tiida mit einem 110 PS starken 1,6 Liter-Benzinmotor.


Die wesentlichen Regeln für effektives Sparen sind rasch erklärt

Zunächst schicken wir Dürr auf eine 27 Kilometer lange Runde. Er solle so fahren wie immer. Bedächtig gibt unser Kandidat Gas, beschleunigt stets zart, hält die Drehzahl meist zwischen 2500 und 3500 Touren. Am Ende zeigt der Bordcomputer 7,8 Liter an, 27 Minuten hat die Fahrt gedauert.
Dann ein paar Erläuterungen. Dürr begreift rasch das Zusammenspiel von Drehzahl, Leistung und Wirkungsgrad moderner Motoren. Die Devise lautet: keine Scheu vor dem Gaspedal, jedoch so wenig Drehzahl wie möglich. Auch dass konstantes Tempo wirtschaftlicher ist als ständiges Auf und Ab, leuchtet ihm ein. Und so wenig wie möglich bremsen – was natürlich Konzentration und ständiges Vorausschauen erfordert.
Wieder zurück im Tiida, geht es vor allem ums rasche Hochschalten. Die Vorgabe, übungshalber bereits bei 2000 Touren den nächst höheren Gang einzulegen, fordert Dürr. Genauso der Rat, ab der Zweiten Vollgas zu geben. So rasch zu schalten ist selbst der Routinier nicht gewohnt.


Ganz wichtig: früh hochschalten. Bei 50 km/h ist bereits der fünfte Gang erreicht

Doch Dürr lernt rasch. Und registriert erstaunt, dass der 1600er-Benziner tatsächlich nicht mehr Drehzahl braucht, um bei Ampelstarts mit dem übrigen Verkehr mitzuhalten. So fleißig beim Losfahren geschaltet wird, so faul geht es danach weiter. 50 km/h im Ortsgebiet schafft der Tiida spielend mit der Fünften, zum Abbiegen tut’s meist die Dritte.
Überland und auf der Autobahn lernt unser Kandidat dann die Vorzüge des Tempomat zu schätzen. So gerät der Gasfuß nicht in Versuchung, auf freier Strecke ein höheres als das gewollte Tempo einzuschlagen. Nicht selten holen wir Fahrzeuge, die uns kurz zuvor überholt haben, bald darauf wieder ein.

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