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  • 15.09.10 von Roland Scharf
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Obama can´t Gymkhana

Marketing mal anders. Man nehme viel PS, viel Platz und einen sehr motivierten Fahrer – fertig ist die spannendste Form des Infomercials

Herr Block und sein Dienstfahrzeug im Einsatz 

Ken Block ist nicht nur Geschäftsmann. Er ist auch begeisterter Autofahrer mit dem Hang zum Extremen. Rallyes kommen da natürlich sofort in den Sinn, aber das reicht dem Amerikaner nicht. Herr Block möchte mehr. Mehr Action, mehr rauchende Reifen und vor allem mehr Publicity für seine Schuhfirma.
Wenn man das alles verbindet, entsteht eine Videoserie, die seit zwei Jahren um die Welt geht und die beteiligten Firmen weltberühmt gemacht hat.
Im Grunde geht es bei den Kurzfilmen aber weder um Sneakers noch um Energy Drinks. Ken Block fährt einfach eine abgesperrte Strecke, das aber mit den unglaublichsten Autos und in einem Höllentempo.
In den Staaten nennt man diese Art von Motorsport Gymkhana. Dabei geht es darum, das Auto möglichst berührungsfrei um einen eng abgesteckten Parcour zu manövrieren. Mit 180 Grad-Drehungen und anderen Elementen, die mehr vom Geschick des Fahrers als von der Power des Autos abhängen. Mit Geschwindigkeit hat Gymkhana also nichts zu tun.
Kombiniert man das aber mit über 500 PS, Allrad und etwas mehr Platz, ergibt das eine neue Art von Motorsport. Und es entstehen Aufnahmen, die die Internet-Gemeinde bis jetzt noch nicht gesehen hat.
Und da man sich von mal zu mal steigern muss, ist der dritte Teil extremer denn je. Kritiker meinen zwar, dass die ganze Sache schon etwas zu inszeniert wirkt, doch sollte man eines nicht vergessen: Im Grunde sind diese Videos reines Marketing und einfach eine große Action-Show, die man nicht hinterfragen, sondern einfach nur genießen sollte.



Die bisherigen Gymkhana-Videos:

2008 – Teil 1. Für viele nach wie vor das beste dieser Serie. Ken Block mit seinem Subaru auf einem verlassenen Militär-Stützpunkt irgendwo in der Wüste. Die Idee war noch unbekannt und die Atmosphäre wirkt einfach so, als ob ein Typ mit seiner Kiste einfach ein wenig Spaß haben wollte. Hier ging es rein um die Fahrkünste, und das beeindruckt bis heute.


2009 – Teil 2. Professionalität drängt sich in den Vordergrund. Die neue Location, der Hafen von Los Angeles, lässt den Film opulenter wirken. Klimbim wie ein auf das Auto feuernder Paintball-Spieler oder am Boden liegende Neon-Röhren, die Herr Block gekonnt mit dem Hinterreifen killt, oder explodierende LKW-Anhänger haben mit dem Kern der Sache aber rein gar nichts zu tun. Alles wirkt inszenierter, der Outlaw-Flair des ersten Teils ging leider etwas verloren.
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