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  • 14.10.11 von Matthias Heinzel
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See-Festspiele

World of Speed 25th Anniversary - Kurz nach der Speedweek, dem wohl bekanntesten Salzseerennen, fand von 13. bis 17. September zum 25. mal das World of Speed Event am Bonneville Speedway statt.

Matthias HeinzelBonneville Speedway - oder: Die schönste Form eines ausgetrockneten Salzsees 

Das besondere daran: Der Bonneville Speedway im US-Bundesstaat Utah ist keine Rennstrecke im herkömmlichen Sinn. Es ist ein ausgetrockneter Salzsee gigantischen Ausmaßes. Ebenso wenig geht es hier um Rundenzeiten, sondern einfach nur darum, so schnell wie möglich mit seinem Auto zu fahren. Ohne Kurven und ohne Gegner. Im Starterfeld fanden sich heuer insgesamt 80 Autos und Motorräder. Bei sengender Hitze und gleißendem Sonnenlicht, das auf dem Salzboden stärker reflektiert als auf jeder Skipiste, bietet sich dennoch eine durchaus entspannte Atmosphäre.
Obwohl es am Start keine geordnete Reihenfolge gibt, läuft alles sehr zivilisiert ab. Wer starten will, stellt sich einfach in der Reihe an. Startnummern gibt es zwar, oft wirkt es aber so, als würden diese nur dazu dienen, den Renncharakter dieser Veranstaltung zu betonen.



Gefahren wird auf zwei Strecken: Die eine 5, die andere 7 Meilen lang. Auslaufzonen gibt es soweit das Auge reicht, Bremsfallschirme sind bei vielen trotzdem notwendig. So mancher Starter muss von einem Team-Pickup auf bis zu 60 mph (100 km/h) angeschoben werden, da die Getriebe für niedrigere Geschwindigkeiten nicht ausgelegt sind.
An den Start gehen neben US-Musclecars auch selbstgebaute Hot Rods und Raketenautos, sogenannte Streamliner. Amerikanische Boliden àla Pontiac Firebird, Dodge Charger oder Chevrolet El Camino, sogar ein modifizierter Golf 1, ein getunter Opel GT und ein optimierter Porsche 928 - sie alle sind auf der Jagd nach der persönlichen Höchstgeschwindigkeit.
Im Fahrerlager darf sich jeder Besucher frei bewegen und schnell wird man zu Gesprächen mit den Hochgeschwindigkeitsrekordjägern und manches mal sogar zu einem coolen Softdrink eingeladen.



Für manche Teilnehmer, wie der Besitzer eines Porsche 997 GT3 bestätigt, bietet die World of Speed auch die einzige Möglichkeit in den Vereinigten Staaten, einmal die Bauartgeschwindigkeit seines Geräts zu erfahren.
Der Geschwindigkeitsrekord des 4-tägigen Events lag bei 311,998 mph, umgerechnet 500,48 km/h, aufgestellt von Rhonnie Vesco, „World’s Fastest Lady“, im Streamliner des Team Vesco. Das Team Vesco fuhr schon etliche Rekorde ein: So stellte Don Vesco 2001 mit einem durch eine Gasturbine angetriebenen Streamliner den Weltrekord von 737,794 km/h auf.
Aber nicht nur das Team Vesco tritt bereits in der 4. Generation bei den Utah Salt Flat Rennen an. Viele der vertretenen Teams sind schon seit Jahrzehnten vor Ort. Bis zum darauffolgenden Jahr wird dann eifrig an den Boliden geschraubt. Schließlich muss der Vorjahres- Bestwert übertroffen werden.

Bonneville World of Speed 2011

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