Donnerkeil: Corvette ZR1 vorgestellt

13. November 2017
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Aktuelles

Nach langer Warterei und vielen Gerüchten wurde nun endlich das Tuch von der Corvette ZR1 gezogen. Das passierte überraschenderweise in Dubai – passend, da dortiges Klientel bekanntermaßen durchaus kaufkräftig ist. Übereinstimmend mit der quasi nicht vorhandenen Zurückhaltung von Kundschaft und Fahrzeug lautet der Leitspruch: „Der König ist zurück, stärker als je zuvor“. Das wirft allerdings einige Fragen auf, denn die Corvette war schließlich auch in der Top-Version ZR1 immer noch mehr Königin als König. Egal, denn das wichtigste an diesem Auto ist ohnehin geschlechtsneutral: das Aggregat. 6,2 Liter Hubraum, 8 Zylinder in V-Formation und ein Kompressor, der dem Motor 765 PS entlockt. Fast noch eindrucksvoller ist das Drehmoment: 969 Newtonmeter stemmt die fette Vette. Die Übertragungsart der schier unglaublichen Kraft kann sich der Kunde aussuchen, denn sowohl die 8-Gang Automatik als auch das 7-Gang Schaltgetriebe mit der automatischen Drehzahlangleichung stehen zur Verfügung.

The fastest, most powerful production Corvette ever – the 755-

Doch nicht nur unter der Haube regiert der Wahnsinn. Auch die Karosserie zeigt sich gezeichnet vom puren Siegeswille, denn egal ob Ampelstart oder Nordschleife – diese Bestie versetzt ihre Gegner in Angst und Schrecken. Besonders die Motorhaube mit gewaltigem Powerdome, die selbstverständlich aus Carbon gefertigt und für die Kühlung des Motors zuständig ist, erregt Aufmerksamkeit. Auch der große Heckspoiler dürfte dem ein oder anderen, Aston Martin fahrenden Gentleman-Racer übel aufstoßen. Aber eine Corvette ist eben vieles, nur nicht dezent. Außerdem kann man ja noch das zurückhaltendere Aerodynamik-Paket nehmen – es stehen nämlich zwei zur Auswahl. Das Low-Wing-Paket hat einen kleineren Spoiler und lässt den Sportler aus Detroit fast 340 km/h erreichen. Das High-Wing-Paket sorgt im Gegenzug für 70 Prozent mehr Abtrieb und eine höhere Kurvengeschwindigkeit. Beide Versionen bekommen aber den vorderen Frontsplitter, bei der High-Wing-Variante ist er aus Carbon. Neu ist auch das „Sebring Orange Design“-Paket: wer tiefer in die Tasche greifen möchte, kann sein Fahrzeug mit orangen Akzenten und bronzefarbenen Blenden ausstatten.

Über Preise schweigt der Hersteller noch eisern, es dürfte allerdings noch ein gewaltiger Aufschlag auf den Tarif der Z06 geben. Letztere kostet 146.800 Euro.

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