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IAA 2017: wer mit Abwesenheit glänzt

11. August 2017
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Aktuelles

Die Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt findet im Zweijahrestakt statt und zählt zu den bedeutendsten  Messen der Branche. Umso auffallender werden die zahlreichen Absagen von namhaften Herstellern, die ihre Präsentationen nur noch online oder im Zuge kleinerer Messen abhalten wollen. Auch die Technologiemesse Cebit steht bei einigen Marken immer höher im Kurs. Beispiel dazu: Nissan. Die Japaner tauschten ihren IAA Stand mit einem auf der im März abgehaltenen Technikmesse, um den Marketingschwerpunkt auf die Elektromobilität zu legen. Auch die Nissan-Nobelmarke Infiniti wird auf ein Engagement bei der IAA verzichten.

Einen ganz eigenen Grund hat Tesla für die Absage genannt. Die Kalifornier fühlen sich nicht als traditionelle Fahrzeugbauer und somit auch nicht den wichtigen Veranstaltungen der Branche verpflichtet. Mitsubishi kommt hingegen nicht nach Frankfurt, weil sich die Marke neben dem Genfer Salon auf mehrere kleine Messen konzentrieren möchten. Auch Volvo verzichtet auf einen IAA-Stand – die Schweden möchten nur eine Automesse pro Kontinent besuchen und waren bereits in Genf zu Gast.

Die erste Absage erhielt die IAA 2017 im Dezember von Peugeot. Für die Franzosen sind die Autos auf der Messe zu wenig „erlebbar“. Auch die Nobelmarke von Konzernschwester Citroen – DS Automobiles – wird nicht ausstellen. Ein weiteres, großes Loch in das Hersteller-Line-Up reißt das Fernbleiben von Fiat Chrysler Automobiles (FCA): Alfa Romeo, Abarth, Fiat und Jeep werden also ebenfalls nicht zu sehen sein.

Die IAA ist aber trotzdem unglaublich wichtig für die Branche. Das zeigen die zu erwartenden Präsentationen der Hersteller, die denn auch tatsächlich mit von der Partie sind. Mercedes etwa wird wohl mit dem intern „Project-One“ genannten Hypercar für Aufsehen sorgen. Der Straßensportler soll über 1000 PS unter anderem aus dem Formel-1 Motor, der letztes Jahr die Weltmeisterschaft gewann, generieren. BMW wird mit den SUVs X7 und X2 sowie dem Roadster Z4 und dem erstmal allradgetriebenen M5 ebenso stark vertreten sein. VW hingegen zeigt den T-Roc während Schwester Audi vermutlich die neuen Generationen von A6, A7 und Q3 vorstellen wird. Bei Porsche wiederum scharrt der neue Cayenne schon mit den Hufen. Seat und Skoda werden ihre SUV Arona und Karoq erstmals vor Publikum präsentieren. Für Spannung wird auch Ford sorgen, die erstmals das Geheimnis um den neuen Focus lüften werden. Opel hingegen wird auf jeden Fall den Grandland X und die GSI-Version vom Insignia nach Frankfurt mitbringen.

Trotz einiger Absagen wird die IAA auch in diesem Jahr wieder eine heiße Show, die nur so vor Überraschungen und Weltpremieren strotzen wird. Heuer findet die größte Automobilausstellung Europas von 14.09.2017 – 24.09.2017 in Frankfurt am Main statt.

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3 Kommentare

  1. Profilbild von Rolex

    Hm, wundert mich schon, dass viele bekannte und imho wichtige Marken hier bewusst fehlen. Der Zustrom zu Automessen ist doch eher gestiegen in letzter Zeit – und sollte noch mehr steigen, da auf Grund der Antriebs-Debatten zunehmende Unsicherheit bei den Konsumenten herrscht und Messen durchaus geeignet sind, die aktuellen Trends zu zeigen.
    Mit Abwesenheit zu glänzen bringt also nur eine kurze Schlagzeile…
    lg
    Rolex

  2. Profilbild von Mozl

    Ich meine die Zeit dieser großen Ausstellungen ist vorbei. Es gibt schon so viele Hersteller und Modelle, dass man sich auch in zwei Tagen nicht alles ansehen kann. Die Premiere von neuen Modellen gibt es wöchtentlich im Internet. Die Autobranche ist im Wandel. Schneller, als viele glauben möchten.

  3. Profilbild von Weuzi

    Henry Ford: „Wer aufhört zu werben um Geld zu sparen, kann ebenso gut die Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ und „Ich weiß, dass die Hälfte des Geldes, das ich für Werbung ausgebe unnütz ist. Ich weiß nur nicht welche Hälfte“
    Dem ist bis heute nichts hinzuzufügen.

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