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Kurz und Bündig: Formel 1

16. Oktober 2017
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Aktuelles

Massa will bleiben

Kurzzeitpensionist Felipe Massa möchte unbedingt bei Williams bleiben und meint sogar, dass ohne ihn Williams an Image einbüßen wird. Gegen ihn sprechen die Zahlen: nur 2 Punkte hat Massa mehr als sein Rookie-Kollege Stroll. In den letzten vier Rennen konnte Stroll sogar doppelt so viele Punkte wie sein Fahrlehrer/Teamkollege schreiben. Zudem fährt Publikumsliebling Robert Kubica seit kurzem Tests für den Traditionsrennstall, was dem 36-jährigen Brasilianer gar nicht gefällt. Offiziell hat Williams noch keinen Fahrer für die nächste Saison bestätigt.

Toro Rosso: Neuseeländer ersetzt Pierre Gasly

Puh, bei dem Fahrerkarussell bei Toro Rosso kann einem schon schwindelig werden: Zuerst ersetzt Nachwuchsfahrer Pierre Gasly den gescholtenen Daniil Kvyat und fährt die letzten beiden GP neben Carlos Sainz, der ab Austin im Renault sitzt. Darum sollte das nächste Rennen Kvyat neben Gasly bestreiten. Letzterer fährt aber auch in der Japanischen Super Formula –  dort sogar um den Titel – und kann darum nicht nach Texas mitkommen. Dafür springt jetzt Brendon Hartley ein. Der Führende der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC ist der erste „Kiwi“ seit Mike Trackwell 1984, der in der Königsklasse fährt.

Ferrari Drama: Kaputtes Teil kostet 59 Euro

Nun ist es gewiss: Schuld an der Tragödie in Suzuka und dem wahrscheinlichen WM-Aus ist eine Zündkerze für nicht einmal 60 Euro. In einem Interview mit Milano Finanza sagte FCA-Boss Marchionne: „Wenn ein Teil, das keine 60 Euro kostet, beim Wert eines Formel-1-Autos von einigen Millionen, uns das Rennen kostet… Einen Gp und die WM wegen eines so dummen technischen Problems zu verlieren, wegen etwas, worüber man sonst nicht einmal nachdenkt, das tut sehr weh.“ Trotz der harschen Kritik in den letzten Wochen findet er versönliche Worte für sein Team und lobt die Arbeit der Scuderia.

Heimrennen für Verstappen?

Die Verantwortlichen der Formel 1 möchten unbedingt ein Stadtrennen in Amsterdam oder Den Haag abhalten. Der Boom um Verstappen könnte dabei genauso behilflich sein wie die Tatsache, dass der Traditionskurs Zandvoort, der von 1952 bis 1985 30 Rennen beheimatete, einfach schon veraltet ist.

Ist Roman Grosjean eine Petze?

Beim Fahrerbriefing vor dem Japan GP verpetzt der Haas F1-Pilot Lewis Hamilton bei Rennleiter Charlie Whiting mit den Worten: Dürfen wir uns in der Outlap abschnallen?

Whiting darauf: Nein.

Grosjean sagt darauf: Naja, der Lewis macht das nämlich oft.

Whiting: Ich glaube der lockert sie nur, und das ist erlaubt.

Grosjean: Es ist ja toll für die Fans, wenn ihnen dadurch zugewunken werden kann, aber vernünftig ist es nicht.

Whiting: Bei den Geschwindigkeiten, die Lewis da draufhat darf er sie schon lösen.

Grosjean: Also kann ich sie lösen.

Whiting: Nein, nur lockern.

Das geht dann noch einige Zeit hin und her, bis Whiting fragt, was Hamilton eigentlich macht.

Hamilton lachend: Ich löse den Gurt.

Alle anderen lachen auch.

Hamilton legt nach: Sebastian sollte in der Outlap aber angeschnallt bleiben. (Witz über den Unfall von Stroll und Vettel)

Vettel lacht: Ich bin jetzt verwirrt.

Grosjean: Ich wollte nichts lostreten, ich wollte nur wissen was Sache ist.

Das ganze Video kann man sich hier ansehen. Herrlich, auch einmal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen.

Robert Kubica: 2018 bei Williams?

Nachdem der Pole in dieser Saison schon mehrere Tests für Renault bestritten hat, dort aber wegen des Wechsels von Sainz kein Platz mehr ist, testet er jetzt für Williams. Sein neuer Manager, der amtierende Weltmeister Nico Rosberg pflegt ja bekanntlich beste Kontakte zu seinem ehemaligen Arbeitgeber. So könnte der ehemalige BMW-Pilot als Ersatz von Massa, der ja eigentlich schon 2017 die Formel 1-Bühne verlassen wollte, sein Comeback feiern. Zuerst soll er einen privaten Test in Silverstone fahren, zu Ende des Monats kommen die offiziellen Fahrten am Hungaroring.

Der Sepang Unfall von Romain Grosjean kostet rund 750.000 Dollar

Viele Menschen fragen sich, was eigentlich so eine Beschädigung an einem Formel 1-Auto kostet. Die Reparatur am Haas F1 des Franzosen Romain Grosjean kostet beispielsweise eine dreiviertel Million Dollar. Günter Steiner, Teamchef beim amerikanischen Rennstall, sagt dazu: „Wir sind aber in Gesprächen mit der FIA und den Organisatoren. Es gibt Versicherungen für solche Fälle. Mal sehen, was dabei herauskommt.“ Denn der Schaden entstand nicht durch Menschliches Versagen – der Unfall wurde von einem sich lösenden Kanaldeckel ausgelöst.

Hülkenberg ist jetzt alleiniger Rekordhalter

Seit dem großen Preis von Singapur ist Renault-Pilot Nico Hülkenberg der alleinige Rekordhalter, was die meisten GP-Starts ohne ein Podium angeht. Davor war Adrian Sutil der Rekordmann. Am Tag der Ablöse rief Hülkenberg Sutoil sogar an: „Der Rekord gehört jetzt mir ganz alleine. Macht dein Leben überhaupt noch einen Sinn?“ Sutil soll herzhaft gelacht haben. Hülkenberg meint dazu nur, dass es auch eine Leistung ist, immer noch dabei zu sein, ohne eine Leistung erbracht zu haben.

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