Mercedes S-Klasse Facelift: Mehr von Allem [Update]

18. April 2017
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Aktuelles

Nach vier Jahren Bauzeit bekommt die staatsmännischste aller Limousinen ein Facelift. An der optischen Aufmachung ändert Mercedes nicht viel. Lediglich drei LED-Streifen in den Scheinwerfern fallen auf den ersten Blick ins Auge. Mit diesen neuen Scheinwerfern kann der Fahrer allerdings permanent mit Fernlicht fahren und das System dunkelt einzelne LEDs bei entgegenkommenden Fahrzeugen ab. Dabei erkennt der Wagen auch Personen und Tiere auf der Fahrbahn beziehungsweise deren Rand und macht diese besonders sichtbar.

Ganz außer Acht wurde die restliche Karosserie natürlich nicht gelassen. Die Stoßfänger an Front und Heck wurden jedoch nur behutsam überarbeitet.

Tiefgreifender sind die Änderungen im Innenraum. Die Bildschirme werden (noch) größer, da der Rahmen wegfällt, und das Touchpad im Stile der neuen E-Klasse gestaltet. Das Dreispeichen-Lenkrad wird vom S-Klasse Coupe übernommen und ersetzt die Zweispeichige Vorversion.

Unter der Haube ziehen Reihensechszylinder ein und ersetzen die bisherigen Sechszylinder in V-Anordnung. Bei den Diesel- wie auch Benzinern sind es dann 3 Liter Hubraum und bis zu 340 Diesel- oder 408 Benzin-PS. Ein weiteres Merkmal der erneuerten S-Klasse ist ein 48 Volt Bordnetz und ein elektrischer Zusatzverdichter, der hilft, den Verbrauch zu drücken während die Leistung steigt. Auch die restlichen Motoren folgen dieser Formel und werden stärker, beziehungsweise geizen mit Treibstoff.

Damit jede Autofahrt zum Wellnessurlaub wird, bekommen auch die Assistenzsysteme einen größeren Funktionsumfang. Die S-Klasse überwacht die nächsten 250 Meter und kann so besser auch Kreisverkehre, Kurven und Kreuzungen reagieren. Der aktive Spurwechsel-Assistenz wechselt die Spur, wenn man den Blinkerhebel antippt und lässt die S-Klasse selbstständig überholen. Das Tüpfchen auf dem „i“ wird für Technikfreaks aber die Möglichkeit, das Fahrzeug von außen mit dem Smartphone zu steuern, sein.

Die Preise werden aufgrund der neuen Technologien etwas steigen. Momentan beginnt die S-Klasse bei 90.145,80 Euro für den S 300 h Diesel-Hybrid und 113.885,95 Euro für den S 400 Benziner.

Update vom 18. April 2017

Einzigartig in der Welt der Luxuslimousinen ist die „Energizing-Komfortsteuerung“. Es ist eine Vernetzung aller Komfortsysteme wie beispielsweise Klimatisierung, Lichtstimmung und Massagefunktion und stellt je nach Bedürfnis des Fahrers ein Wellness-Set-up zusammen. Folgende Programme lassen sich auswählen: Frische, Wärme, Vitalität, Freude, Behaglichkeit und Training. Bei „Training“ hat man die Wahl zwischen Muskelentspannung, Muskelaktivierung und Balance – mit jeweils mehreren Übungen.

„Die Entwicklung der neuen S-Klasse war extrem umfassend. Mit einer ganzen Reihe neuer Features und Funktionen bleibt die S-Klasse technologischer Vorreiter“, sagt Ola Källenius, Vorstandsmitglied der Daimler AG.

Neben den neuen Front- und Heckleuchten erhalten alle Varianten der S-Klasse einen neuen Kühlergrill: Bei den Sechs- und Achtzylindermotoren ist dieser in glänzend Schwarz, bei den V12 Modellen mit langem Radstand in Chrom gehalten. Beim Maybach gibt es einen Schriftzug mit Emblem in der Kühlerverkleidung. Die Änderungen am Heck belaufen sich auf neue Stoßfänger mit integrierten, sichtbaren Endrohren und ein Chromzierteil, das sich über die gesamte Breite der S-Klasse erstreckt.

 

 

 

(Fotos: Daimler)

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