TEST: Seat Leon ST Cupra 300 TSI DGS 4Drive

12. Oktober 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Seat
Klasse:Kombi
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:300 PS
Testverbrauch:8,7 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:43.940 Euro

Nüchtern betrachtet unterscheiden den modellgepflegten Leon ST Cupra von seinem Vorgänger 20 PS und 30 Newtonmeter, ganze 4000 Euro zusätzlich und vor allem aber zwei angetriebene Räder mehr. Das resultiert in 1,1 Sekunden weniger für den Sprint von Null auf 100 km/h und keinem einzigen km/h mehr Topspeed, was für Österreich jedoch ziemlich egal ist.

Das Entscheidende allerdings lässt sich in keinen technischen Daten finden. Nämlich, dass jeder der zusätzlichen Euros gut investiert ist. Denn als Allradler lässt sich der flotte Seat nunmehr völlig anders fahren. Keine Spur mehr von der hektischen Charakteristik des Frontkratzers, der eigentlich immer um Traktion gerungen hat, solange die Straßenbedingungen nicht perfekt waren. Nur mehr spontaner Vortrieb, der schon bei jedem Ampelsprint spürbar ist. Und das ESP muss somit nicht mehr andauernd als Spielverderber einschreiten.

Das beschert dem Cupra eine lockere Souveränität, die ihn in Kombination mit der flotten DSG-Schaltbox zum allzeit bereiten Alltags-Sportler macht – und gleichzeitig schaut der flotte Spanier auch nicht so bieder aus wie der ähnlich starke Golf R Variant. Und da er dazu um 9000 Euro günstiger ist als sein Wolfsburger Pendant, gilt er auch nüchtern betrachtet als durchaus interessant.

Motor & Getriebe – Der dezent-kernig klingende Vierzylinder hängt spontan am Gas, dreht willig hoch und bietet Top-Fahrleistungen. Die DSG-Box mit nur sechs Gängen verwaltet die Power harmonisch.

Fahrwerk & Traktion – Adaptiv-Fahrwerk in jeder Stellung auf der strafferen Seite. Traktion dank Allrad ohne Tadel. Weitgehend neutral abgestimmt, sanftes Untersteuern im Grenzbereich. Lenkung könnte einen Tick direkter sein. Bremsen arbeiten wirkungsvoll und sind gut zu dosieren.

Cockpit & Bedienung – Ergonomie ohne Schwächen, alle ­Bedienelemente sind gut platziert. Neues Navi hat zwar größeren Touchscreen, aber keine Direktwahl-Tasten zu den Untermenüs. Sitzposition 1A, ausreichend große Ablagen in genügender Anzahl vorhanden.

Innen- & Kofferraum – Platzangebot in beiden Reihen leicht über dem Klassenschnitt, nur für Kopf und Knie wird es im Fond etwas eng. Großer Kofferraum, die schräge Heckscheibe kostet freilich ein paar Liter. Immerhin: ebene Ladefläche, 2:1-Umklapp-Fondlehnen von hinten aus fernentriegelbar.

Dran & Drin – Seit der Modellpflege Voll-LED-Licht, Navigation und Keyless-Go serienmäßig. Extra-Angebot mit allen notwendigen Feautures. Saubere Verarbeitung, Material-Auswahl großteils gelungen. Allrad-Verzicht spart 2000 Euro, DSG-Entfall noch mal 1900.

Schutz & Sicherheit – Ab Werk mit allen notwendigen Luftsäcken und E-Fahrhilfen bestückt. Fond-Seitenairbags gibt es optional, genau so wie diverse Assistenzsysteme.

Sauber & Grün – Überraschend zurückhaltend bei gemäßigter Fahrweise, nicht zuletzt dank des schnell arbeitenden Start/Stopp-Systems sowie der flinken DSG-Box.

Preis & Kosten – Der schlechter bestückte, 10 PS stärkere Golf R Variant kostet 9000 Euro mehr, der 250 PS starke Ford Focus ST mit Frontantrieb 8000 Euro weniger. Fein: fünf Jahre Garantie bis 100.000 Kilometer. Lange Service-Intervalle, dichtes Werkstatt-Netz, nicht ganz so gute Wiederverkaufs-Chancen.

#1

Gewohnt ergonomisches Leon-Cockpit. Minus: großer Touchscreen ohne Menü-Tasten und Navi-Zoom über Drehregler.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nüchtern betrachtet unterscheiden den modellgepflegten Leon ST Cupra von seinem Vorgänger 20 PS und 30 Newtonmeter, ganze 4000 Euro zusätzlich und vor allem aber zwei angetriebene Räder mehr. Das resultiert in 1,1 Sekunden weniger für den Sprint von Null auf 100 km/h und keinem einzigen km/h mehr Topspeed, was für Österreich jedoch ziemlich egal ist. Das Entscheidende allerdings lässt sich in keinen technischen Daten finden. Nämlich, dass jeder der zusätzlichen Euros gut investiert ist. Denn als Allradler lässt sich der flotte Seat nunmehr völlig anders fahren. Keine Spur mehr von der hektischen Charakteristik des Frontkratzers, der eigentlich immer um Traktion gerungen hat, solange die Straßenbedingungen nicht perfekt waren. Nur mehr spontaner Vortrieb, der schon bei jedem Ampelsprint spürbar ist. Und das ESP muss somit nicht mehr andauernd als Spielverderber einschreiten. Das beschert dem Cupra eine lockere Souveränität, die ihn in Kombination mit der flotten DSG-Schaltbox zum allzeit bereiten Alltags-Sportler macht – und gleichzeitig schaut der flotte Spanier auch nicht so bieder aus wie der ähnlich starke Golf R Variant. Und da er dazu um 9000 Euro günstiger ist als sein Wolfsburger Pendant, gilt er auch nüchtern betrachtet als durchaus interessant.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor & Getriebe - Der dezent-kernig klingende Vierzylinder hängt spontan am Gas, dreht willig hoch und bietet Top-Fahrleistungen. Die DSG-Box mit nur sechs Gängen verwaltet die Power harmonisch. Fahrwerk & Traktion - Adaptiv-Fahrwerk in jeder Stellung auf der strafferen Seite. Traktion dank Allrad ohne Tadel. Weitgehend neutral abgestimmt, sanftes Untersteuern im Grenzbereich. Lenkung könnte einen Tick direkter sein. Bremsen arbeiten wirkungsvoll und sind gut zu dosieren. Cockpit & Bedienung - Ergonomie ohne Schwächen, alle ­Bedienelemente sind gut platziert. Neues Navi hat zwar größeren Touchscreen, aber keine Direktwahl-Tasten zu den Untermenüs. Sitzposition 1A, ausreichend große Ablagen in genügender Anzahl vorhanden. Innen- & Kofferraum - Platzangebot in beiden Reihen leicht über dem Klassenschnitt, nur für Kopf und Knie wird es im Fond etwas eng. Großer Kofferraum, die schräge Heckscheibe kostet freilich ein paar Liter. Immerhin: ebene Ladefläche, 2:1-Umklapp-Fondlehnen von hinten aus fernentriegelbar. Dran & Drin - Seit der Modellpflege Voll-LED-Licht, Navigation und Keyless-Go serienmäßig. Extra-Angebot mit allen notwendigen Feautures. Saubere Verarbeitung, Material-Auswahl großteils gelungen. Allrad-Verzicht spart 2000 Euro, DSG-Entfall noch mal 1900. Schutz & Sicherheit - Ab Werk mit allen notwendigen Luftsäcken und E-Fahrhilfen bestückt. Fond-Seitenairbags gibt es optional, genau so wie diverse Assistenzsysteme. Sauber & Grün - Überraschend zurückhaltend bei gemäßigter Fahrweise, nicht zuletzt dank des schnell arbeitenden Start/Stopp-Systems sowie der flinken DSG-Box. Preis & Kosten - Der schlechter bestückte, 10 PS stärkere Golf R Variant kostet 9000 Euro mehr, der 250 PS starke Ford Focus ST mit Frontantrieb 8000 Euro weniger. Fein: fünf Jahre Garantie bis 100.000 Kilometer. Lange Service-Intervalle, dichtes Werkstatt-Netz, nicht ganz so gute Wiederverkaufs-Chancen.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1507812876549{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1507811979769{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Gewohnt ergonomisches Leon-Cockpit. Minus: großer Touchscreen ohne Menü-Tasten und Navi-Zoom über Drehregler.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-32475293-fb43c60a-b8b4"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1984 ccm, 300 PS (221 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 380…

7.3

FAZIT

Rundum gelungener und alltagstauglicher Power-Kombi.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
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7

R4, 16V, Turbo, 1984 ccm, 300 PS (221 kW) bei 5500/min, max. Drehmoment 380 Nm bei 1800–5500/min, Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Scheibenbremsen v/h (v bel.), L/B/H 4548/1816/1428 mm, Radstand 2631 mm, 5 Sitze, Wendekreis 10,1 m, Reifendimension 235/35 R 19 (Testwagen-Bereifung Pirelli P Zero), Tankinhalt 50 l, Reichweite 570 km, Kofferraumvolumen 587–1470 l, Leergewicht 1545 kg, zul. Gesamtgewicht 2040 kg, max. Anh.-Last – kg, 0–100 km/h 4,9 sec, Spitze 250 km/h, Steuer (jährl.) € 1648,44, Werkstätten in Österreich 151, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 9,1/6,1/7,2 l, Testverbrauch 8,7 l ROZ 98, CO2 (Norm/Test) 200/164 g/km

Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Seitenairbags vorne, Fahrer-Knieairbag, durchgehende Kopfairbag-Vorhänge, Mutlikollisionsbremse, Klimaautomatik, Alcantara-Sportsitze, Multifunktions-Lederlenkrad, adaptives Fahrwerk, automatisch abblendender Innenspiegel, Schaltwippen, Licht- und Regensensor, Einparkhilfe h, 8 Zoll-Touchscreen, Navigation, CD-Radio mit Lenkrad-FB, AUX/USB-Anschluss und 8 LS, Bluetooth für Telefon und Audio, vier E-Fensterheber, getönte Fond-Scheiben, Tempomat, Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Nebelscheinwerfer und -Heckleuchten, 19 Zoll-Aluräder, schlüsselloser Zugang, verstellbarer Ladeboden, etc.

Seitenairbags h € 434,–, Multifunktionskamera inkl. Spurhalte- und Fernlicht-Assistent € 445,–, Assistenz-Paket (Fernlicht- und Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichen-Erkennung, Radar-Tempomat etc.) € 879,–, Sicherheits-Paket (Müdigkeitssensor plus Gurtwarner h) € 177,–, Winter-Paket (Sitzheizung v, heizb. Scheibenwaschdüsen etc.) € 471,–, E-Fahrersitz € 348,–, Gepäckraum-Trennnetz € 209,–, Alarm € 338,–, Radar-Tempomat € 423,–, Panoramadach € 1018,–, Rückfahrkamera € 289,–, Schalensitze € 1563,–, Hifi-Sound € 321,–, Navigationssystem Plus € 1469,–,  Einparkhilfe v+h € 252,–, Metallic-Lack € 315,– etc.

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