TEST: Volvo V90 Cross Country T5 AWD Geartronic Pro

18. Mai 2017
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Tests

FAHRZEUGDATEN

Marke:Volvo
Klasse:Kombi
Antrieb:Allrad
Treibstoff:Benzin
Leistung:254 PS
Testverbrauch:8,9 l/100km
Modelljahr:2017
Grundpreis:68.578 Euro

Seit Volvo vor 20 Jahren mit dem V70 Cross Country zum ersten Mal einen Allrad-Kombi höher legte und auf SUV schminkte, hat das Konzept einige Nachahmer gefunden. Zuletzt mit der Mercedes E-Klasse All Terrain sogar einen ganz neuen Mitbewerber. In Sachen Innenraum, Komfort und Technik in jedem Fall ein Duell auf Augenhöhe – in puncto Fahrwerk aber nur, solange der Mercedes sich nicht via Luft­federung hochschraubt. Das gibt’s bei Volvo nämlich optional nur für die Hinter­achse und auch bloß zum Absenken fürs bequemere Einladen. Sonst sorgt die konventio­nelle Stahlfederung nebst straff-komfortablem Fahrverhalten für konstante 21 Zentimeter Bodenfreiheit. Zum Vergleich: Das sind satte sechs mehr als beim Kombi-Bruder V90, der SUV XC90 schwebt auch nur einen Zentimeter höher über dem Asphalt.

Unterm Strich also reicht der schwedische Groß-Kombi auf Stelzen – auch dank Allrad – allemal für leichtes Gelände. Vor allem im optionalen Offroad-Modus, der mehr Schlupf an den Rädern zulässt. Achillesferse unseres Testwagens: der An­trieb. Der Basis-Benziner wirkte nicht immer souverän und gab sich auch ziemlich durstig, zudem enttäusch­te die recht langsame und dabei trotzdem ab und an ruppige Automatik.

Motor &Getriebe – Gut gedämmter Turbo-Vierzylinder mit ausreichend Durchzug. Das Getriebe schal­tet nach modernen Maßstäben langsam und gelegentlich ruppig.

Fahrwerk & Traktion – Straffes, wenn auch nicht unkomfortables Fahrwerk, das auch in Kurven zu überzeugen weiß. Mittelmäßig direkte, aber durchaus feinfühlige Lenkung. Traktion nie ein Problem, solide Bremsen.

Stock & Stein – Respektable Bodenfreiheit, Schutzplatte unterm Vorderwagen und Allrad­antrieb sorgen für passable Geländekompetenz. Sperren sucht man vergebens.

Cockpit & Bedienung – Das komplexe Infotainment-System mit Touchscreen ist gewöhnungsbedürftig und nur im Stand wirklich problemlos bedienbar. Ergonomie, Sitz­­­­po­sition und Gestühl toll, Übersicht mäßig.

Innen- & Kofferraum – Platz ist in beiden Sitzreihen und im Kofferraum reichlich, Letzterer über die 2:1 umlegbaren Fondlehnen eben erweiterbar und gut zugänglich.

Dran & Drin – Materialien und Verarbeitung auf Top-Niveau. Die Serien-Mitgift ist mit Nappaleder & Co. gut, dass dabei Park-Piepser fehlen, irritiert aber. Dafür warten attraktive Pakete in der Aufpreisliste.

Schutz & Sicherheit – Teilautonomes Fahren mitsamt adaptivem Tempomat (bis Stillstand), Notbrems-Assistent, Müdigkeitswarner und mehr Serie. Übliches Airbag-Aufkommen. Einige Sicherheits-Features nachkaufbar.

Sauber & Grün – Start/Stopp funktioniert gut, der Praxis-Verbrauch ist aber zu hoch.

Preis & Kosten – Der Mercedes E All Terrain ist nur mit schwächerem Diesel zu haben, aber auch so teurer, Audis A6 Allroad mit ähnlichem starken V6-TDI ebenso. Günstiger ist nur der kleinere und schwächere Passat Alltrack. Zwei Jahre Standard-Garantie (gegen Aufpreis verlängerbar), Jahres-Service Pflicht, Werthaltung solide.

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Aufgeräumter und sehr edler Arbeitsplatz. Auf Wunsch fährt der Volvo auch teilautonom – ohne Aufpreis.

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit Volvo vor 20 Jahren mit dem V70 Cross Country zum ersten Mal einen Allrad-Kombi höher legte und auf SUV schminkte, hat das Konzept einige Nachahmer gefunden. Zuletzt mit der Mercedes E-Klasse All Terrain sogar einen ganz neuen Mitbewerber. In Sachen Innenraum, Komfort und Technik in jedem Fall ein Duell auf Augenhöhe – in puncto Fahrwerk aber nur, solange der Mercedes sich nicht via Luft­federung hochschraubt. Das gibt’s bei Volvo nämlich optional nur für die Hinter­achse und auch bloß zum Absenken fürs bequemere Einladen. Sonst sorgt die konventio­nelle Stahlfederung nebst straff-komfortablem Fahrverhalten für konstante 21 Zentimeter Bodenfreiheit. Zum Vergleich: Das sind satte sechs mehr als beim Kombi-Bruder V90, der SUV XC90 schwebt auch nur einen Zentimeter höher über dem Asphalt. Unterm Strich also reicht der schwedische Groß-Kombi auf Stelzen – auch dank Allrad – allemal für leichtes Gelände. Vor allem im optionalen Offroad-Modus, der mehr Schlupf an den Rädern zulässt. Achillesferse unseres Testwagens: der An­trieb. Der Basis-Benziner wirkte nicht immer souverän und gab sich auch ziemlich durstig, zudem enttäusch­te die recht langsame und dabei trotzdem ab und an ruppige Automatik.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width="1/2" css=".vc_custom_1446571503268{padding-top: 5px !important;}"][vc_column_text el_class="testkategorien"]Motor &Getriebe - Gut gedämmter Turbo-Vierzylinder mit ausreichend Durchzug. Das Getriebe schal­tet nach modernen Maßstäben langsam und gelegentlich ruppig. Fahrwerk & Traktion - Straffes, wenn auch nicht unkomfortables Fahrwerk, das auch in Kurven zu überzeugen weiß. Mittelmäßig direkte, aber durchaus feinfühlige Lenkung. Traktion nie ein Problem, solide Bremsen. Stock & Stein - Respektable Bodenfreiheit, Schutzplatte unterm Vorderwagen und Allrad­antrieb sorgen für passable Geländekompetenz. Sperren sucht man vergebens. Cockpit & Bedienung - Das komplexe Infotainment-System mit Touchscreen ist gewöhnungsbedürftig und nur im Stand wirklich problemlos bedienbar. Ergonomie, Sitz­­­­po­sition und Gestühl toll, Übersicht mäßig. Innen- & Kofferraum - Platz ist in beiden Sitzreihen und im Kofferraum reichlich, Letzterer über die 2:1 umlegbaren Fondlehnen eben erweiterbar und gut zugänglich. Dran & Drin - Materialien und Verarbeitung auf Top-Niveau. Die Serien-Mitgift ist mit Nappaleder & Co. gut, dass dabei Park-Piepser fehlen, irritiert aber. Dafür warten attraktive Pakete in der Aufpreisliste. Schutz & Sicherheit - Teilautonomes Fahren mitsamt adaptivem Tempomat (bis Stillstand), Notbrems-Assistent, Müdigkeitswarner und mehr Serie. Übliches Airbag-Aufkommen. Einige Sicherheits-Features nachkaufbar. Sauber & Grün - Start/Stopp funktioniert gut, der Praxis-Verbrauch ist aber zu hoch. Preis & Kosten - Der Mercedes E All Terrain ist nur mit schwächerem Diesel zu haben, aber auch so teurer, Audis A6 Allroad mit ähnlichem starken V6-TDI ebenso. Günstiger ist nur der kleinere und schwächere Passat Alltrack. Zwei Jahre Standard-Garantie (gegen Aufpreis verlängerbar), Jahres-Service Pflicht, Werthaltung solide.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width="1/2"][vc_column_text css=".vc_custom_1495104847828{margin-top: 0px !important;margin-bottom: 0px !important;}"][/vc_column_text][vc_column_text css=".vc_custom_1495104522812{margin-top: 0px !important;padding-top: 10px !important;padding-right: 10px !important;padding-bottom: 10px !important;padding-left: 10px !important;background-color: #f2f2f2 !important;}"]Aufgeräumter und sehr edler Arbeitsplatz. Auf Wunsch fährt der Volvo auch teilautonom – ohne Aufpreis.[/vc_column_text][vc_empty_space height="5px"][vc_column_text][taq_review][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row css=".vc_custom_1446570885481{padding-top: 15px !important;}"][vc_column][vc_tabs][vc_tab title="Technik" tab_id="ed3d3eb5-217d-33e84-3247f60b-544b"][vc_column_text]R4, 16V, Turbo, 1969 ccm, 254 PS (187 kW) bei 5500/min, max. Dreh­moment 350 Nm bei 1500–4800/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Schei­ben­­brem­sen v/h (bel.), L/B/H 4939/1879/1543 mm, Radstand 2941 mm, 5 Sitze, Wen­de­kreis 11,4 m, Reifen­dimension 235/50 R 19 (Testwagen-Bereifung Michelin Latitude Alpin 245/45 R 20), Tank­inhalt 60 l, Reichweite 670 km, Kofferraumvolumen 560-1526 l, Leerge­wicht 1934 kg, zul. Ge­­samt­ge­wicht 2400 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 7,4 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 1342,44, Werkstätten in Österreich 50, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 9,4/6,3/7,4…

7.1

FAZIT

Komfortabler Luxus-Kraxel-Kombi mit Antriebsschwächen.

Motor & Getriebe
Fahrwerk & Traktion
Stock & Stein
Cockpit & Bedienung
Innen- & Kofferraum
Dran & Drin
Schutz & Sicherheit
Sauber & Grün
Preis & Kosten
User-Wertung : 3.8 ( 1 Stimmen)
7

R4, 16V, Turbo, 1969 ccm, 254 PS (187 kW) bei 5500/min, max. Dreh­moment 350 Nm bei 1500–4800/min, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, Schei­ben­­brem­sen v/h (bel.), L/B/H 4939/1879/1543 mm, Radstand 2941 mm, 5 Sitze, Wen­de­kreis 11,4 m, Reifen­dimension 235/50 R 19 (Testwagen-Bereifung Michelin Latitude Alpin 245/45 R 20), Tank­inhalt 60 l, Reichweite 670 km, Kofferraumvolumen 560-1526 l, Leerge­wicht 1934 kg, zul. Ge­­samt­ge­wicht 2400 kg, max. Anh.-Last 2400 kg, 0–100 km/h 7,4 sec, Spitze 230 km/h, Steuer (jährl.) € 1342,44, Werkstätten in Österreich 50, Service alle 30.000 km (mind. 1x/Jahr), Normverbrauch (Stadt/außerorts/Mix) 9,4/6,3/7,4 l, Test­verbrauch 8,9 l ROZ 95, CO2 (Norm/Test) 169/203 g/km

Fahrer-Knieairbag, City-Notbremsassistent, Müdigkeitswarner, PreSafe, aktiver Spurhalte-Assistent, LED-Scheinwerfer inkl. Fernlicht-Automatik und Abbiegelicht, el. klappb. Außenspiegel, Abstandsregel-Tempomat mit Stau-Assistent, Regen- und Lichtsensor, autom. abblend. Innenspiegel, Verkehrszeichen-Erkennung, 9 Zoll-Touchscreen, Audiosystem mit 10 LS (330 Watt) und AUX/USB-Schnittstelle, Bluetooth für Telefon und Audio, 19 Zoll-Aluräder, Fahrmodus-Schalter, Lederausstat­tung, el. Sitzverstellung mit Memory etc.

Intellisafe Surround (Toter-Winkel-Warner, Querverkehr-Erkennung, etc.) € 680,– , Licht-Paket (Matrix-LED Scheinwerfer, autom. abblend. Innen- und Außen­spie­gel) € 1020,–, Business-Paket (Navigation, Einparkhilfe v+h, Einpark-Assistent, etc.) € 1836,–, Winter-Paket (Sitzheizung v, heizb. Scheibenwaschdüsen) € 408,–, Winter-Paket Pro (zus. beheizb. Fondsitze, Lenkrad-Heizung, Standheizung) € 2720,–, Xe­nium-Paket (Headup-Display, Rückfahrkamera, Sonnenrollos h, Panorama-Schiebe­dach etc.) € 3196,–, Versatility Paket Pro (Fondlehnen auf Knopfdruck umlegbar, Key­less Go etc.) € 1428,–, adaptive Luftfederung h € 1496,–, Keyless-Go € 789,–, Massa­ge-Sitze € 857,–, E-Heckklappe € 612,–, Metallic-Lack ab € 1088,–, 20 Zoll-Aluräder € 1020,– etc.

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Profilbild von Johannes Posch

Filme, Videospiele, Technik, Autos, Speis und Trank ... meine Interessen lesen sich wie das 1x1 der Männer-Klischees. Aber so bin ich nun mal. ;) Und das zeigt sich auch in meinem bisherigen Werdegang: Hotelfachschule, dann Videospieljournalist (übrigens bis heute: www.gamers.at), anschließend einige Jährchen bei einer Unternehmensberatung und Digital-Marketing Agentur und nun also hier, bei Alles Auto. Hier darf ich seit Mai 2015 die Geschicke von allem das "online & digital" ist lenken und gestalten ... und "nebenbei" natürlich der Redaktion mit Tests, Fahrberichten und mehr meinen Stempel aufdrücken. Und dabei bin ich natürlich auch immer für Anregungen offen. Fragen und vor allem Anregungen sind also jederzeit willkommen. :)

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