Yamaha auf der Tokio Motor Show

16. Oktober 2017
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Aktuelles

Yamaha kennt eigentlich jeder als Motorradhersteller. Dass die Japaner uns aber auch schon abseits von Quads auf vier Rädern beglücken können, beweisen der 4,4 Liter V8, der im britischen Supersportwagen Noble M600 und dem ersten Volvo XC90 sein Unwesen treibt. Von 1989 bis 1997 war Yamaha als Motorenlieferant in der Formel 1 aktiv und kam in der letzten Saison mit Hilfe von Damon Hill sogar auf einen zweiten Platz. 2015 wandelte man auf den Spuren von KTM und zeigte ein Auto, das die Fahrfreude eines Motorrads auf vier Räder übertragen sollte.

Heuer möchte man sogar sechs Weltpremieren am Yamaha-Stand feiern. Natürlich werden das zum Großteil Roller, Motorräder und E-Bikes sein – aber es wird auch das Tuch von einem Autokonzept gezogen. Das ist auch schon alles, was wir zum „automobile design concept model“ sagen können – mehr verraten die Verantwortlichen nicht. Toll wäre eine Weiterentwicklung des Sports Ride Concepts von 2015: Damals packte man einen kleinen Dreizylinder mit rund 100 PS mittig in eine nur 750 Kilo schwere Karosserie. Das klingt nach bezahlbaren Fahrspaß.

 

Garantiert auf der Tokyo Motor Show zu sehen ist der MWC-4: ein kleiner Zweisitzer, der dem Renault Twizy ähnelt und elektrisch angetrieben ist. Interessant ist er trotzdem. Neben dem Elektromotor beherbergt der Stadtflitzer nämlich auch einen benzinbetriebenen Range-Extender, der die Reichweite dramatisch erhöhen soll. Außerdem kann er sich dank „leaning multi wheel“-Funktion in die Kurve legen, was sich ziemlich spaßig anhört.

 

Für uns weniger relevant, aber deutlich verrückter sind die Motorradkonzepte. Besonders krass wirkt der Motorbot. Dabei handelt es sich um einen menschenähnlichen Roboter, der selbstständig ein Motorrad fahren kann. In erster Generation wurde der Roboter 2015 vorgestellt – die verbesserte Version wird 2017 vorfahren. Zumindest optisch ähnlich futuristisch kommt das Motoroid daher. Es will sich, so sagt zumindest Yamaha, wie eine lebende Kreatur mit anderen Verkehrsteilnehmern und dem Piloten interagieren. Es bleibt also spannend.

Bilder: Yamaha

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