40 Jahre Fünfzylinder-Motoren bei Audi

30. August 2016
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Aktuelles

1976 stellte Audi den ersten Fünfzylinder-Motor vor. Verbaut wurde es im Audi 100 (C2), wo es den bisherigen Vierzylindern als neues Top-Motörchen aufgesetzt werden sollte. Dabei stand ursprünglich garnicht fest, dass es fünf Zylinder sein sollten. Auch Reihen-Sechser waren im Gespräch. Letztere schieden dann aber aufgrund des Bauraumes aus. Also setzten die Verantwortlichen auf den Fünfzylinder-Reihenmotor, der auf dem damals noch jungen Motorkonzept EA 827 basierte. Dieser Vierzylinder-Reihenmotor war in den Siebzigerjahren im gesamten VW-Konzern im Einsatz, zum Beispiel im Audi 80 und Audi 100. Der davon abgeleitete 2,1-Liter-Fünfzylinder leistete 100 kW (136 PS). Im März 1977 liefen dann die ersten Autos vom Band.

1980: five-cylinder gasoline engine with turbocharger and intercooler: In 1980 at the Geneva Motor Show, Audi unveils the Audi quattro (B2), known as the “Ur-quattro” from the mid-1990s. It uses the powerplant from the Audi 200 5T (C2), but features an intercooler. As a result, the turbocharged engine achieves a higher output of 147 kW (200 hp) at 5,500 revolutions per minute and 285 newton meters (210.21 lb-ft) of torque at 3,500 rpm. The body of the Audi quattro is based on the Audi Coupe (B2), which in turn is based on the Audi 80. Flared fenders, bulkier bumpers and sills as well as a larger rear spoiler distinguish the Audi quattro from the Coupe.

Im Jahr darauf folgte die erste Fünfzylinder-Dieselvariante: ein Saugdiesel mit zwei Liter Hubraum und 51 kW (70 PS). Ein Jahr später debütierte der erste Fünfzylinder-Benziner mit Turboaufladung – eine weitere Pionierleistung von Audi. Mit 125 kW (170 PS) und 265 Newtonmeter Drehmoment befeuerte er das neue Topmodell, den Audi 200 5T. Seinen Ikonenstatus erreichte der Fünfzylinder von Audi allerdings erst später: 1980 mit dem Urquattro: Mit Turboaufladung, Ladeluftkühlung und permanentem Allradantrieb bildete er ein starkes Technik-Package für den Rennsport und die Straße. Zum Verkaufsstart leistete er 147 kW (200 PS). Der Finne Hannu Mikkola gewann mit diesem Auto 1983 den Fahrertitel in der Rallye-Weltmeisterschaft. Noch im selben Jahr stellte Audi den 24 Zentimeter kürzeren und breitspurigen Sport quattro vor. Für Vortrieb sorgte hier ein neu entwickelter Vierventil-Fünfzylinder aus Leichtmetall mit 225 kW (306 PS). Damit war der Sport quattro das bislang stärkste Auto, das von einer deutschen Firma für den öffentlichen Straßenverkehr angeboten wurde. Das Modell bildete die Basis für ein neues Gruppe-B-Rallyeauto, in dem der Vierventiler gleich zu Beginn (331 kW) 450 PS abgab. Erstmals zum Einsatz kam er beim vorletzten Rennen 1984, der Rallye Elfenbeinküste. Die übrigen elf Saisonläufe bestritt der Schwede Stig Blomqvist mit dem 265 kW (360 PS) leistenden Audi quattro A2, Gruppe B. Am Ende gewann er den Fahrertitel und Audi die Marken-Weltmeisterschaft.

Audi Sport quattro S1 (E2), model year 1987Auch nach dem Abschied von Audi aus dem Rallye-Geschehen 1986 folgten weitere Highlights auf der Rennstrecke: Mit dem Audi Sport quattro S1 (E2) gewann Walter Röhrl 1987 das Bergrennen am Pikes Peak (USA). Der Rennwagen brachte es dabei auf 440 kW (598 PS). Und der IMSA-GTO brillierte 1989 in der US-amerikanischen Tourenwagen-Szene mit 530 kW (720 PS) – noch immer aus wenig mehr als zwei Liter Hubraum.

Mit Einführung des Audi A4 (B5) 1994 verabschiedeten sich die Fünfzylinder aus dem B-Segment. Die neuen V6-Motoren lösten sie Mitte der 1990er Jahre schrittweise ab. Die letzten Fünfzylinder, der 2.5 TDI im Audi A6 und der 2.3 Turbo im Audi S6, liefen 1997 aus.

Audi TT RS Coupé, model year 20162009 erfolgte dann das große Comeback – mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung im Audi TT RS. Aus 2,5 Liter Hubraum holte das von der quattro GmbH entwickelte und quer eingebaute Aggregat 250 kW (340 PS). Auch im RS 3 Sportback und im RS Q3 sorgte es für anständig Vortrieb und natürlich den unvergleichlichen Klang. Heute leistet der 2.5 TFSI im Audi TT RS bereits 294 kW (400 PS) … und wir dürfen ihn in wenigen Wochen selbst fahren. Wie sich das vorläufige Endergebnis von 40 Jahren Fünfzylinder-Entwicklung bei Audi so anfühlt können wir euch also schon bald aus erster Hand berichten. Bis dahin: Wisst ihr was noch einen Fünf-Zylinder-Motor hat? Unser Projekt Tornado!

ProjektTornado[1]

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