Alle Infos: VW ID.4

20. Januar 2021
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Aktuelles

Beim ID.4 handelt es sich laut Volkswagen um den ersten Elektro-SUV der Marke – und das, obwohl vorerst kein Allradantrieb verfügbar ist. Für die Wolfsburger geht es hier um ein enorm wichtiges Modell, der neue Stromer soll zum „Weltauto“ werden (gebaut wird er deshalb in Deutschland, China und den USA), das im derzeit wichtigsten Markt-Segment operiert. Erreicht werden sollen die ambitionierten Ziele mit einem guten Mix aus Preis, Performance und Nachhaltigkeit. Wie sind auf die erste Ausfahrt gespannt! Den Bericht gibt es in der kommenden Ausgabe März 2021.

 

Im Folgenden vorab ein paar Infos im Überblick:

Den Antrieb des ID.4 bildet eine E-Maschine, die an der Hinterachse verbaut ist. Technisch handelt es sich um eine permanenterregte Synchronmaschine. Sie kommt auf 204 PS sowie 310 Nm Drehmoment und beschleunigt das Auto mit bis zu 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ihre maximale Drehzahl liegt bei 16.000 Umdrehungen pro Minute – ein Wert, der selten genannt wird, aber für Verbrenner-Fans wohl recht hoch erscheint. Mit der großen 77 kWh-Batterie sollen hohe Reichweiten von 487–517 Kilometern nach WLTP realisierbar sein (die kleine 52 kWh-Version liegt mit 230–330 km klarerweise darunter), zudem gibts kurze Ladezeiten sowie hohen Ladegeschwindigkeiten (125 kW bringen in 30 Minuten 300 km mehr Reichweite). Über die Dauerhaltbarkeit der Batterie müssen sich die künftigen Besitzer des ID.4 wohl keine Gedanken machen, denn der Hersteller gibt eine Garantie darauf, dass die Akkus selbst nach acht Jahren respektive 160.000 Kilometern noch über mindestens 70 Prozent ihrer nutzbaren Kapazität verfügen.

Durch eine gute Raumnutzung fallen die Platzverhältnisse großzügiger aus, als man es in dieser Fahrzeugklasse womöglich erwarten würde, VW nennt es „Open Space“. Der Kofferraum fasst 543 Liter, nach Umlegen der Lehne 1.575 . Zudem gibt es die Möglichkeit einen Anhänger oder eine Dachbox zu montieren. Die Faktoren Leichtbau bei gleichzeitig hoher Verwindungssteifigkeit und hohen Sicherheitsanforderungen sollen für einen leisen Innenraum und ein dynamisches Fahrverhalten sorgen, durch den tiefen Schwerpunkt und die gute Gewichtsverteilung war auch schon der kleine Bruder ID.3 flink zu fahren. Für den Alltag in der Stadt ein echter Mehrwert: der kleine Wendekreis von 10,2 Metern. Räder soll es in Größen von bis zu 21 Zoll geben.

Die vorderen Sitze im ID.4 gibt es nicht nur mit tierfreien Bezügen, sondern bieten auch neue Sicherheitstechnik: Ihre Kopfstützen verringern bei einem Heckaufprall die Gefahr eines Schleudertraumas. Was daran wirklich neu ist, müssen wir noch erfragen! Außerdem in Sachen Sicherheit an Bord: Bei einem Seitencrash entfaltet sich der Center-Airbag aus der rechten Wange des Fahrersitzes, damit Fahrer und Beifahrer nicht miteinander kollidieren. In allen Ausstattungsvarianten haben die Sitze Armlehnen an der Innenseite. Auf dem Beifahrersitz und an den äußeren Fondsitzen existieren serienmäßig Isofix-Aufnahmen für Kindersitze.

Zur Serienausstattung gehören stets Parksensoren, ein Spurhalteassistent, LED-Scheinwerfer sowie 18-Zöller. Grundsätzlich gibt es den ID.4 in neun vorkonfigurierten Modellen, diese heißen Pure, City, Style, Pro Basis, Life, Business, Family, Tech und Max (ja, das waren schon alle). Jedes von ihnen hat unterschiedliche Pakete an Bord, welche die beliebtesten Optionen zusammenfassen. Diese Strategie soll das Angebot für die Kundinnen und Kunden übersichtlich machen, und das Werk in Zwickau kann die Autos schnell bauen und ausliefern. Abgesehen vom Pure, City und Style, die voraussichtlich im März 2021 folgen, startete der Vorverkauf im Jänner 2021. Der Preis für Einstiegsversion mit 52 kWh-Batterie steht noch nicht, fest soll aber unter 40.000 Euro liegen (ab März verfügbar), die Version mit 77 kWh startet ab sofort mit 43.970 Euro (alle Preise ohne E-Förderung).

 

Zu guter Letzt noch eine echte Neuheit für VW: Erstmals bietet man in Wolfsburg ein Headup-Display mit „Augmented Reality“ an. Wichtige Informationen werden auf die Windschutzscheibe projizieren, darunter Abbiegepfeile des Navis. Der Fahrer oder die Fahrerin sieht sie in einem scheinbaren Abstand von drei bis zehn Metern vor dem Fahrzeug – dreidimensional gestaffelt. So verschmelzen virtuelle und reale Welt miteinander.

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