Ein Mazda, der gegen BMW und Mercedes antritt – wann hat es das zuletzt gege­ben? Der Xedos 6 von 1992 war so ein Ausrufezeichen, mit Zweiliter-V6 und elegan­ten Linien sowie hochwertigem Innenraum. In Sachen Material-Qualität las­sen die Mazda-Modelle seit geraumer Zeit aufhorchen, auch mit eigenständigen Technik-Lö­sungen, die bisweilen vielleicht nicht ganz den Mainstream-Geschmack treffen. Mit dem neuen, erstaunlich günstigen 6e setzen die Japaner nun er­­neut ein Ausrufe­zeichen. Mazdas Mittelklassler ist nur noch als Limousine zu ha­ben und nur noch mit Elektroantrieb. Das wird viele Stammkunden abschrecken – spätestens bei der Probefahrt, denn die Bedienung des in China gebauten Sechsers wird konservativen Kunden weniger gefallen. Es liegt also auf der Hand, dass der Fremdmarken-Anteil hier hoch sein wird. Ob es Abtrünnige aus der Welt von Mercedes & BMW sein könnten, klärt ab Seite 8 unser großer Vergleich mit dem brandneuen CLA und dem etablierten i4.

Das war’s dann aber auch schon mehr oder weniger mit den Elektroautos in diesem Heft, bei den Fahrberichten (neuer VW T-Roc, Facelift Seat Ibiza & Arona, Fa­milien-SUV Mitsubishi Grandis) wird vorwiegend Sprit verbrannt, das gilt auch für die Einzel-Tests in dieser Ausgabe, sei es beim neuen Audi Q3 mit Basis-Benziner oder bei seinem großen Bruder Q5 als Plug In-Hybrid. Diesel? Fehlanzeige – an der Ölbren­ner-Front gibt es wenig Neues. Aber wir dürfen schon die kom­mende Doppelausgabe spoilern: Im Jänner/Februar-Heft wird sogar im Exklusiv-Teil selbstgezündet – mit dem stärksten Diesel am Markt.

Für die üppige Traumauto-Strecke dieser Ausgabe Heft wurde noch fleißig hochok­taniger Sprudel eingeschenkt. Trotz kurzzeitiger Stromschläge verlangen die beiden Stutt­garter zu Beginn des Exklusiv-Teils nach Superplus, der Porsche 911 S von Seite 48 realisiert damit eine schier unglaubliche Fahrdynamik, der Mercedes-May­bach SL spannt im Anschluss einen ebenso unglaublichen Spagat zwischen den scheinbar unvereinbaren Schlagworten Roadster und Luxus.

Und dann geht es auch schon zu drei höchst unterschiedlichen Oldtimern: Den An­fang macht der Audi V8, mit dem sich Ingolstadt Ende der 80er in Richtung Premium aufgemacht hat. Danach stellen wir Ihnen mit dem Skoda Trekka ein Modell aus der bunten Geschichte der tschechischen VW-Tochter vor, von dem Sie wohl noch nie etwas gehört haben. Und zum Abschluss wird es richtig schön & edel: Mit dem Maserati Sebring fährt ein rarer Gentleman’s Express der Sechziger vor.

Enrico Falchetto

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