Im Grunde könnte man dieses Vorwort jeden Monat mit dem Thema Elektro- mobilität füllen, der Wettstreit der (Kraftquell-)Kulturen läuft ja schon seit Jahren – und er wird natürlich weitergehen. Doch auch am Ende dieses Hefts geht es um die causa prima der Autobranche: Stefan Pabeschitz analysiert im „Letzten Wort“ die aufsehenerregende Studie der TU München, die die Klima- freundlichkeit von E-Autos ins rechte Licht rückt. Das Duell Benzin gehen Strom dominiert auch den diesmonatigen Vergleichstest, hier treten zwei VW- Kombi gegeneinander an: die beliebten Dienstwagen Passat und ID.7, der eine ein Plug-in-Hybrid, der andere ein reiner Stromer. Wer am Ende die bes- seren Karten hat, lesen Sie ab Seite 8 – wobei gerade bei diesem heiklen The- ma unser Endergebnis nach Punkten nicht für jeden bindend sein wird.

Strom-dominiert sind auch die Highlights bei den Fahrberichten in die- sem Heft, Stichwort VW ID.Polo (der neue Einstiegs-Elektriker des Hauses ab rund 25.000 Euro), Skoda Peaq (der frische Siebensitzer aus Tschechien) oder Mazda CX-6e (der coupéhafte Familien-SUV made in China). Häufig aus Akkus zehren zudem die Probanden bei den Einzeltests in dieser Ausgabe, die Palette reicht hier von Sport-SUV wie Porsche Cayenne oder Alpine A390 GTS über günstige Stadt-Flitzer à la MG4 Urban und Cupra Born bis hin zu familientauglicher Hochbau-Ware wie Ford Explorer und Lexus RZ – letzterer gastierte bei uns mit dem neuartigen und dynamischen Steer-by-Wire-System, es wird in der Autobranche also auch in Sachen Lenkung motiviert elektrifiziert.
Elektrifizierung wartet dann sogar im Exklu- siv-Teil dieser Ausgabe, etwa in Form des Ben- tley Continental GTC auf Seite 94/95, das briti- sche Nobel-Cabriolet gibt es ja nur mehr als Plug-in-Hybrid. Strom-Zuschuss spielt es aber auch beim neuen Topmodell des Porsche 911, dem Turbo S – ab Seite 90 trifft er seinen legendären Urahn, den ersten aufgeladenen Elfer. Zum Abschluss wird klassisch Sprit verbrannt, bei der Alpine A310 mit Bleiersatz, beim coolen Oldie Saab 900 dank Kata- lysator ohne flüssige Beigaben.
Apropos Beigabe: Wie üblich gibt es in der Oktober-Ausgabe unse- ren großen Herbstkatalog. Auf 45 Seiten bilden wir den kompletten heimischen Automarkt ab – und wie gewohnt haben wir farblich markiert, ob es sich beim ins Auge gefassten Modell um einen klas- sischen Verbrenner handelt, um einen Hybrid, ob mit oder ohne An- steck-Option, oder um ein reines Elektroauto. Dazu sind die boomenden Mildhybride fortan mit einem Sternchen gekennzeichnet. Damit haben Sie zumindest hier den Durchblick bei der Qual der Antriebs-Wahl.
Enrico Falchetto
