Der Anteil an Elektroauto-Neuzulassungen ist im Vergleich zu 2024 gestiegen – Meldungen wie diese kursierten zuletzt immer wieder in den Zeitungen und Maga­zi­nen. Das stimmt. Es liegt zum einen am schwächelnden Stromer-Markt des Vorjah­res und zum anderen daran, dass die Autohersteller zuletzt eine Flut an neuen Mo­dellen lanciert haben, die es nur mehr mit vollelektrischem Antrieb gibt.

Das zeigt sich schon beim Fahrberichte-Reigen hier im Heft ab Seite 16: Mercedes CLA, Lexus RZ, DS N°8, Mazda 6e – spannende Neuheiten, im wahrsten Sinne. Al­so allesamt Vollzeit-Elektriker, wobei es die kleine Benz-Limousine Ende des Jahres auch als Verbrenner geben wird. Man kommt dem E-Antrieb also nicht wirklich aus, will man eine dieser tollen Neuheiten haben. Das beweist auch das Ein­zeltest-Auf­gebot in dieser Ausgabe ab Seite 28: Von acht Autos ist die Hälfte voll­elektrisch unterwegs, dazu kommen zwei Plug In-Hybride sowie je ein „normaler“ Diesel und Benziner.

Dass der Verbrenner unter Druck geraten ist, hat auch steuerliche Gründe, bei den Dienstwagen greift er, der Lenkungs-Effekt. Firmenfahrzeuge sind als BEV oder PHEV einfach attraktiver, Stichwort Sachbezug oder Vorsteuerabzug. Es geht aber auch anders, vor allem Langstrecken-Fahrer schwören nach wie vor auf den Diesel. Reichweite und Verbrauch sind hier top, und wenn wie bei unserem großen Vergleich noch Mildhybride dazu boosten, wird es richtig attraktiv. Ab Seite 8 trifft jedenfalls der neue Audi A6 Avant auf seine beiden ewigen Rivalen BMW 5er Touring und Merce­des E-Klasse T-Modell.

Redakteur Reichel hat sich aber nicht nur um die große Cover-Story ge­kümmert, sondern auch wie gewohnt die Gebrauchtwagen-Rubrik verfasst – diesmal geht es um den Bestseller Skoda Octavia. Für immer mehr Men­schen sind Autos aus zweiter Hand erste Wahl geworden, das liegt vor allem an den gestiegenen Neuwagen-Tari­fen. Diesen Trend ortet auch Claudia Katzlberger im Gespräch mit uns ab Seite 62. Es ist das offizielle Siegerinterview unseres traditionellen Werkstatt-Sonderteils für die September-Ausgabe. Erstmals durften wir dazu eine Dame treffen, die 58-Jäh­rige lei­tet seit mehr als 20 Jahren den von den Eltern gegründeten Betrieb im oberös­ter­rei­chischen Tumeltsham. Und das offensichtlich sehr gut – heuer wurde der Suzu­ki- und Nissan-Betrieb von unseren Lesern zur „Werkstatt des Jahres“ gekürt. Wel­che Autohäuser in ihrer Nähe empfehlenswert sind, lesen Sie in der großen Liste der Top-Betriebe ab Seite 46.

Enrico Falchetto

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