Aston Martin Valkyrie: Kompromisslosigkeit über Alles

12. Juli 2017
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Aktuelles

Auf jeder Autoshow ist es doch das gleiche: die Hersteller zeigen uns futuristische Konzepte, atemberaubende Studien und grandiose Designs. Was kommt dann auf die Straße? Dieselben, langweiligen Autos, die es so ähnlich schon davor gegeben hat. Aston Martin geht die Sache anscheinend anders an – je serienreifer die Flunder namens Valkyrie wird, desto abgefahrener sieht sie aus. Der Hypersportwagen könnte durchaus Protagonist in einem Science-Fiction-Film sein, kommt aber schon nächstes Jahr auf die Straße.

Miles Nurnberger, Creativdirektor für Exterieur-Design sagt dazu: Im Grunde ist das Auto jetzt produktionsreif, also es ist zu 95 Prozent fertig. Was ihr jetzt seht, ist das, was die rund 150 Käufer auch bekommen.

 

Viel Aufmerksamkeit bekamen die vorderen Scheinwerfer, die knapp 40 Prozent leichter als die bis dato leichtesten Leuchten an einem Aston Martin sein sollen. Generell liegt der Fokus des oder der  Valkyrie auf Gewichtsersparnis. Beim Emblem haben die Jungs und Mädels aus dem britischen Gaydon auf die Spitze getrieben. Es besteht aus einem chemisch verätztem Aluminium, ist 30 Prozent dünner als ein menschliches Haar und 99,4 Prozent leichter als ein handelsübliches Aston Martin Emblem. Gesamt kommt der Wagen auf 1030 Kilogramm. Bei einem Leistungsoutput von über 1000 PS entspricht das einem Leistungsgewicht von rund einem Kilogramm pro PS. Diese 1000 Pferdchen kommen übrigens aus dem bekannten 5,9 Liter V12 Sauger, der auch in anderen Aston Martin Modellen verbaut ist und von Cosworth auf 6,5 Liter vergrößert wird. Zusätzlich hilft ein von Rimac entwickeltes KERS-System.

 

Typisch für Adrian Newey, den Zeichner des Sportwagens, ist die Tatsache, dass der Aston ein aerodynamisches Meisterwerk darstellt. Der Unterboden ist einem Formel 1-Renner näher als dem eines Straßenfahrzeugs, die Form folgt ganz der Funktion. Aus Gründen des Luftwiderstands werden Außenspiegel gegen Kameras getauscht und die Räder komplett verkleidet. So soll die erste Kooperation zwischen Red Bull Racing und Aston Martin auch die 400 km/h Schallmauer durchbrechen können.

 

150 für die Straße typisierbare Valkyrie sind geplant. Zusätzlich zu denen möchte Aston Martin 25 Rennstreckenableger davon bauen, die auf dem Niveau eines LMP1-Autos fahren sollen.

 

 

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