Nicht nur Fahrzeug-Lacke müssen gepflegt & konserviert werden, sondern auch Kunststoff-Oberflächen.
Plastik – oder nobel ausgedrückt: Kunststoff – ist seit den Achtziger-Jahren nicht mehr von der Außenkarosserie unserer Fahrzeugen wegzudenken. Durch den SUV-Boom haben Plastik-Schürzen sogar eine Renaissance erfahren, auf leichten Nutzfahrzeugen sind sie ohnehin omnipräsent.
Rund um das Thema, wie man diese am besten schützt und konserviert, gibt es ein paar wenige Dinge zu beachten. Die hier zum Einsatz kommenden Produkten sind in erster Linie für Profi-Aufbereiter gedacht, aber auch „private“ Anwender können mit ihnen glücklich werden. Putz-Profi Rene Schwarz zeigt, wie es geht.
Ziel der Prozedur ist es, via Versiegelung (im Fachjargon „Coating“ genannt) unlackierte Kunststoffteile aufzufrischen und vor Ausbleichen durch UV-Strahlung zu schützen – und zwar für bis zu zwei Jahre.
Für die Anwendung wird das Tragen von (Einweg-)Handschuhen empfohlen. Nach der Wäsche müssen die zu behandelnden Oberflächen entfettet werden, wir haben dazu einen speziellen Spray benutzt. Das Mittel kann entweder direkt aufgetragen oder auf einen Fetzen gesprüht werden. Danach können ein paar Tropfen des Coatings auf einen Schwamm appliziert und in den Kunststoff eingearbeitet werden. Wichtig ist dabei ordentlich ranzugehen und keine Mühe bei der Einarbeitung zu scheuen.
Im nächsten Schritt sollte man die Oberflächen ablüften lassen, überschüssiges Material kann mit einem Mikrofastertuch abgetragen werden. Anschließend muss die Beschichtung sechs Stunden aushärten, das Fahrzeug sollte dabei an einem trockenen Ort stehen und darf an den entsprechenden Stellen nicht berührt werden. Die vollständige Produktwirkung tritt nach etwa einem halben Tag ein.
Neben dem Schutz wird auch die Optik verbessert, kleine Kratzer kaschiert. Da das Coating nicht silikonhaltig ist, kann es nicht abgewaschen werden. Übrigens: Auch Gummis wie Reifen oder Dichtungen profitieren davon.
Fotos: Robert May












