BMW sponsert Selbstabschaffung

5. März 2020
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Alles Klartext

Möchte jemand wissen, wie wir es schaffen, dass alle das Auto stehen lassen? Wie für die meisten brennenden Probleme unserer Zeit wusste die Tageszeitung „Der Standard“ auch hier Rat. Erteilt wird er von Universitätsprofessorin Angela Kallhoff, besonderes Fachgebiet Klima-Ethik (!) in einem Podcast, der in der „Edition Zukunft“ des Standard online war. Abgesehen von der Verwunderung, für welche bunten Nischen unser strapaziertes Bildungsbudget doch noch Reserven hat, wäre das nicht so bemerkenswert. Pikant ist allerdings, wer diesen Podcast-Beitrag finanziell unterstützt hat – nämlich BMW.

Die Bayern haben also in die Abschaffung ihres Unternehmensgegenstandes investiert – als mittelfristiges Businessmodell auch nicht uninteressant: Wer keine Autos mehr baut, schafft sich damit lästige Arbeitnehmer, die ganze Elektrifizierungs-Chose und sogar die künftig drohenden CO2-Strafzahlungen vom Hals. Die Aktionäre werden begeistert sein von so viel Weitblick. Den – und dazu hohes Feingefühl für ihre Geschäftspartner – haben auch die Betreuer des Zukunftsthemen-Podcasts im Standard mit der Auswahl gerade dieses Beitrags bewiesen. Oder zumindest eigenwilligen Humor. Ob die BMW-Kunden und -Händler, mit deren Umsätzen diese Schildbürgerei bezahlt wurde, den teilen, ist uns nicht bekannt.

Falls Sie Ihre Ansicht dazu kundtun wollen: meinung@allesauto.at

(Kommentar)

Foto: BMW

1 Kommentare

  1. Die dümmsten Kälber
    wählen – in diesem Fall sponsern – ihren Schlächter selber.

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