BMW stellt Mercedes CLA-Gegner vor, gibt ihn uns aber nicht

18. Juli 2016
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Aktuelles

Beim Schreiben eines Pressetextes besteht immer die Gefahr, dass man als PR-Mann lesefaulen Journalisten am Telefon Fragen beantworten muss, die ohnehin in der Pressemitteilung beantwortet wurden. Die vermutlich am nächsten liegende Frage zum neuen BMW 1er Sedan (also der Limousine) ist wohl: „Kommt der auch zu uns?“. Damit diese auf keinen Fall irgendeinem Mitglied der Journalie einfällt, hat BMW in den Text zur kleinsten Limousine aus München gleich 13 (!) mal einfließen lassen, dass es sich um ein Auto ausschließlich für den chinesischen Markt handelt: unter Zuhilfenahme chinesische Ingenieure wurde der Wagen den chinesischen Bedürfnissen angepasst, auf dass er nun in China gebaut und mit Motoren aus dem Shenyang-Werk ausgestattet wird … das natürlich auch in China steht.

Man kann es also als ziemlich sicher ansehen, dass wir den kleinen nicht in die Finger bekommen werden. Und irgendwie verstehen wir es auch. Ebenso wie bei der Renault Megane Limousine, die vorige Woche vorgestellt wurde und auch nicht zu uns kommen wird, ist der Markt einfach zu klein. Denn auch wenn der Mercedes CLA, den der China-1er vor allem angreifen will, auch bei uns kein kompletter Rohrkrepierer war; große Stückzahlen macht die Limousinen-Variante bei uns auch nicht.

Dennoch: schade ist es schon irgendwie, denn die 1er Limo sieht durchaus gelungen aus. Unverkennbar ein BMW (inklusive Hofmeister-Knick versteht sich) strecken die Designer die Seitenlinie gekonnt hin zu einem kompakten, sportlichen Heck. Auch sorgen die aktuellen LED-Scheinwerfer und Linien für Wiedererkennungswert … aber eben nur in China.

Aber hey: Nur weil 13 mal erwähnt wird, dass die 1er Limousine nicht zu uns kommt, heißt das ja nicht, dass nicht irgendwann mal eine 2er Limousine gebaut wird …

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