Brexit: PSA erhöht als erster Hersteller die Preise

10. August 2016
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Aktuelles

Sowohl aus der FCA-Zentrale in Turin, als auch bei Nissan aus Japan war nach den Kursabstürzen des britischen Pfund zu hören, dass man bald die Preise der Autos anheben müsse, auf das die Kostenrechnungen noch passen. Der französische PSA-Konzern – also die Dachmarke über Peugeot, Citroen und DS – macht nun als erster Autobauer Ernst und erklärte, dass man mit 1. August die Preise aller Autos anheben werden.

Konkrete Prozentsatz-Angaben sind dabei aber rar. Peugeot wollte sich überhaupt nicht dazu äußern. Erste Berechnungen ergaben aber einen Preisanstieg von rund 3 Prozent (der Einstiegspreis des 308 stieg um 435 Pfund – von 14.495,- auf 15.930,-). Bei Citroen und DS meinten Sprecher, dass die Preise um rund 2 Prozent angehoben würden.

Es ist nach wie vor nicht abzusehen, welche weiteren Konsequenzen der Brexit auf die Autoindustrie haben wird – immerhin ist Großbritannien nach Deutschland Europas zweitgrößten Markt. Schaden wurde aber freilich schon jetzt angerichtet. Ford Motor, die Platzhirschen in GB, meinte dass sie der Brexit bereits jetzt – einfach aufgrund des Kursverfalls – 60 Millionen Dollar gekostet hat. Erwartet werden für dieses Jahr insgesamt Verluste in Höhe von 200 Millionen, 400 bis 500 für das Jahr 2017.

Auch General Motors traute sich schon darüber, Zahlen zu nennen: Nachdem man rund 400 Millionen Dollar Verlust erwartet – einzig wegen Brexit – plant man bereits nach Möglichkeiten Kosten einzusparen (GM ist mit Vauxhall ja auch besonders stark im Vereinten Königreich vertreten.

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