Daimler-Rückruf: 18.000 Autos in Österreich betroffen

13. Juni 2018
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Aktuelles

Am Montag platzte die für Daimler vorläufig größte Bombe seit dem Aufkommen des Abgas-Skandals. Nachdem schon früher davon gesprochen wurde, dass einige Vito wegen Unregelmäßigkeiten in der Abgasreinigung zurückgerufen werden, wurde der erzwungene Rückruf nun auf satte 774.000 Autos ausgeweitet. Konkret betrifft der Rückruf nun auch Autos der C-Klasse (Mercedes‘ Top-Seller) und des ebenfalls sehr beliebten GLC, der ja auf der selben Plattform steht. Auch hier lautet der Grund: unzulässige Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung.

In Österreich sind somit nun – von Vito, C und GLC – insgesamt 18.000 Autos betroffen. Auf Anfrage der APA meinte der Unternehmenssprecher von Mercedes Benz Österreich dazu aber:

„Ein Großteil der von dem Rückruf betroffenen Fahrzeuge war bereits in der freiwilligen Servicemaßnahme eingeplant“

In der deutschen Zentrale hingegen gibt man sich noch kämpferisch. Vor allem Unternehmens-Chef Zetsche selbst. In ersten Statements betonte er immer wieder, dass er das Vorhandensein der Abschalteinrichtung bestätigt, deren Rechtswidrigkeit aber in Frage stellt und den Rückruf dementsprechend wohl umsetzen lassen werde, gleichzeitig aber juristisch dagegen vorgehen möchte. Überhaupt scheint der vermeintliche Skandal für Mercedes aktuell noch gut zu laufen. Die einst im Raum stehenden Strafzahlungen sind laut Zetsches Aussagen bereits vom Tisch.

1 Kommentare

  1. Schon 2016 wurde bei Messungen festgestellt, dass der C 220d im Fahrbetrieb mehr Stickoxide ausstößt als der 18-Tonnen LKW Atros. Das war aber freilich alles nicht wahr und nur Diesel-Bashing. Man hätte sich viel ersparen können, wenn man bereits damals reinen Tisch gemacht hätte.

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