Der neue Mercedes-AMG E 63 ist da!

27. Oktober 2016
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Aktuelles

612 PS in einer Oberklasse-Limousine. Was vor kurzem noch nur aus Tuner-Häusern denkbar war, liefert Mercedes-AMG mittlerweile direkt ab Werk … oder zumindest bald. Immerhin startet die Markteinführung des brandneuen Mercedes-AMG E 63 4MATIC+ und E 63 S 4MATIC+ erst im März nächsten Jahres. Sehr zu unserer Verzückung hat Daimler aber schon jetzt die ersten Infos vom Stapel gelassen – also auch noch ein paar Wochen bevor der Wagen in Los Angeles (16.11.2016) offiziell der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Beginnen wir mit dem Wichtigsten: Mercedes schraubt in den neuen E-AMG grundsätzlich den selben 4 Liter Biturbo-V8, den wir schon aus den anderen AMG-Modellen vom AMG GT bis zum C63 kennen. Hier, in der E-Klasse, darf er aber besonders wild tun:

unbenannt

Bis zu 612 PS – das sind wohlgemerkt nur 38 weniger als im S65 mit V12 Biturbo-Aggregat: das nennen wir mal eine Ansage. Noch spannender ist aber freilich, wie die Affalterbacher diese Power auf die Straße bringen: Der neu entwickelte Allradantrieb verfügt über eine vollvariable Momentverteilung. Die Hinterachse wird dabei ständig betrieben, die Vorderachse je nach bedarf mit Kraft versorgt. So, und durch die Verwendung einer nassen Anfahrkupplung, die den Drehmomentwandler im neuen Getriebe ersetzt, konnte die 0-100-Fabelzeit von 3,4 Sekunden erreicht werden. Damit auch die Käufer diesen Wert erreichen können, wurde zudem die Launch-Control-Verwendung vereinfacht – einfach irgendeinen Fahrmodus verwenden, der nicht “Eco” oder “Comfort” heißt, Bremse fest durchdrücken, aufs Gas latschen, Bremse lösen: Jucheee!

Allerdings ermöglichte der Allradantrieb (samt Sperrdiff an der Hinterachse) den Entwicklern auch sich beim Top-Modell, dem E 63 S, ein wenig auszutoben. Der S verfügt nämlich serienmäßig über einen “Drift Mode”. Dieser kann im Fahrprogramm „RACE“ über die Schaltpaddles aktiviert werden, sofern das ESP® deaktiviert ist und das Getriebe sich im manuellen Modus befindet. Bei Aktivierung des Drift Mode wird der E 63 S 4MATIC+ zum reinen Hecktriebler. Reifen-Vernichter auf der ganzen Welt wird es freuen.

Wie das dann aussieht? So:

PS: Wie sich der neue E63 AMG so fährt, erfahren wir selbst bereits Ende November. Da dürfen wir das neue Sternen-Monster erstmals fahren. Also stay tuned. 😉

2 Kommentare

  1. Ok, macht sicher Spaß die Karre, allerdings wem ist denn diese Optik eingefallen? Also außen geht ja noch, auch wenn Mercedes schon schönere Frontpartien gebaut hat. Aber Innen? Ernsthaft jetzt? Mal abgesehen davon, dass solche riesigen LCD-Schirme für mich den Charme eines Handys haben – nämlich keinen. Da fehlt jede Emotion. Aber solche Carbon-Orgien samt blauen Leuchtstreifen sieht man doch selbst beim GTI-Treffen nur mehr selten…

    • Vollste Zustimmung zu den Screens. Dabei habe ich per se nichts gegen mehr Screens in Autos – das kann auch cool sein (Alfa hat ihn bei der Giulia schön eingefasst, auch die Tesla-Lösung finde ich so abstrus, dass sie schon wieder cool ist). Nur die “mit dicken Rahmen oben drauf schraub”-Lösung von Mercedes ist ihrer etwas unwürdig. Vor allem, wenn die LCD-Screens an sich dann noch ziemlicher Mist sind – zumindest empfand ich das bei unserem “normalen E-Klassen-Testwagen” so: ganz schlimme Lichthöfe, mieser Schwarzwert. Für soviel Geld sollte eine anständige Lösung schon drin sein … ist ja nicht so, dass OLED zB nicht schon lange marktreif wäre. :-/

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