Die 108 Jahre einer Rennstrecke

3. November 2017
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Aktuelles

Fast jeder kennt sie – die Rennstrecke in Indianapolis im US Bundesstaat Indiana. Sie ist das Zuhause der legendären Indy 500, der Namensgeber der Indycars und ehemaliger Formel 1-GP Austragungsort. An der Strecke finden bis zu 300.000 Zuschauer Platz, mit zusätzlicher Bestuhlung im Infield sogar 400.000 – somit ist der Indianapolis Motor Speedway das größte Sportstadion in Amerika. Als solche braucht die Strecke hie und da mal eine neue Asphaltschicht – in dem Fall sind es sogar sieben davon. Nach dem Bau 1909 wurde 1961, 1976, 1988, 1995, 2002 und 2004 für einwandfreie Streckenbedingungen gesorgt.

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Ursprünglich war die Strecke als „Versuchsstrecke von drei bis fünf Meilen“ vom Unternehmer Carl Graham Fisher konzipiert. 1909 wurde die damals erste für Autorennen gebaute Strecke mit Schotter und Teer befestigt. Der Belag war aber eindeutig nicht für so eine Belastung geeignet und verursachte mehrere Unfälle mit Todesopfern auf Seiten der Rennfahrer wie auch der Zuschauer. Das erste Rennen wurde somit nach der halben Distanz abgebrochen. Der Speedway wurde dann mit 3,2 Millionen Ziegelsteinen ausgelegt. 1911 fanden das erste Mal die Indianapolis 500 statt, mit Ray Harroun als ersten Sieger. 1935 wurde die Ziegeloberfläche brüchig und wurde durch einige Asphaltflecken ersetzt. In den 60ern war bis auf einen kleinen Streifen auf der Start-Ziel-Geraden nichts mehr von den Ziegelsteinen zu sehen. Seit 1975 ist der Indianapolis Motor Speedway ein Landschaftsdenkmal und ab 1998 gibt es auch ein Infield, das für die Formel 1 geschaffen wurde. 2008 fand erstmals ein Moto-GP-Rennen auf dem legendären Beton statt.

Bilder:  Indianapolis Motor Speedway / Twitter

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