Die chinesische Auto-Offensive nimmt weiter Fahrt auf. Mit Omoda und Jaecoo betreten zwei weitere Marken den österreichischen Markt – mit eigenständigem Design, wettbewerbsfähigen Preisen und einer klaren Strategie.
Beide Marken gehören zu Chery Automobile, dem größten Autoexporteur Chinas und einem der weltweit am schnellsten wachsenden Hersteller. In Österreich übernimmt die neu gegründete Colmobil Automotive GmbH – ein Tochterunternehmen der israelischen Colmobil Group – den Vertrieb.
Zum Marktstart stehen bereits 17 Händler- und Servicebetriebe bereit, darunter bekannte Namen wie Sonnleitner, Ebner oder Jagersberger. Das Netz soll zügig erweitert werden, um möglichst rasch eine flächendeckende Versorgung in ganz Österreich zu gewährleisten.
Technologisch setzen Omoda und Jaecoo auf Offenheit bei den Antrieben. Angeboten werden sollen künftig alle Varianten – vom Verbrenner über Hybrid- und Plug-in-Hybridmodelle bis hin zum vollelektrischen Fahrzeug. Chery verfolgt damit nicht den Weg eines einzigen Systems, sondern möchte Kundinnen und Kunden verschiedene Lösungen bieten.
Die Ausrichtung der Marken ist dabei klar:
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Omoda steht für urbanes Design, Lifestyle und digitale Vernetzung.
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Jaecoo repräsentiert SUV-Kompetenz, Allradtechnik und Funktionalität.
Gemeinsam zielen sie auf das volumenstärkste Segment des europäischen Marktes und greifen etablierte Hersteller genau dort an.
Omoda 5 HEV – erster Vertreter in Österreich
Den Auftakt macht der Omoda 5 HEV, ein 4,45 Meter langer Crossover mit sportlicher Linienführung. Er kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor und liefert 224 PS Systemleistung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 7,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 175 km/h.
Im Innenraum dominieren moderne Akzente: Zwei verbundene 12,3-Zoll-Displays bilden eine Panorama-Einheit, Sprachsteuerung, Ambientebeleuchtung und kabelloses Smartphone-Mirroring sind Standard. In der Premium-Version kommen unter anderem Sitzbelüftung, Panoramadach und elektrische Heckklappe hinzu. Preislich startet der Omoda 5 bei 26.490 Euro, die Topausstattung liegt bei 29.990 Euro.
Jaecoo 7 – SUV mit Allrad oder Plug-in-Technik
Eine Klasse darüber positioniert sich der Jaecoo 7, ein 4,50 Meter langer SUV. Er kommt als Allrad-Benziner oder Plug-in-Hybrid:
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Die AWD-Benzinversion leistet 147 PS und setzt auf ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Mehrere Fahrmodi passen das Fahrzeug an Asphalt, Schotter oder Schnee an.
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Der Innenraum bietet eine klare Struktur mit Komfortausstattung wie 14,8-Zoll-Zentraldisplay, 540°-Kamerasystem, Head-up-Display, Sitzheizung und Panoramadach. Die Premium-Version kostet 36.490 Euro.
Jaecoo 7 PHEV SHS – effizient und reichweitenstark
Die Plug-in-Hybrid-Variante kombiniert Benzin- und Elektromotor zu 204 PS Systemleistung. Die elektrische Reichweite beträgt rund 90 Kilometer, insgesamt sind bis zu 1.200 Kilometer möglich. Die 18,3-kWh-Batterie lässt sich mit bis zu 40 kW Gleichstrom laden. Auch hier sind volldigitales Cockpit, Assistenzsysteme und ein Sony-Soundsystem serienmäßig. Preislich liegt der PHEV bei 35.990 Euro (Comfort) bzw. 39.490 Euro (Premium).
Mit Omoda und Jaecoo erweitert Chery seine Präsenz in Europa auf über 40 Länder. In Österreich soll das Angebot schrittweise um weitere Modelle, Antriebsarten und Varianten ergänzt werden. Ziel ist es, nicht nur mit neuen Namen aufzutreten, sondern mit einem funktionierenden Händlernetz und marktgerechten Preisen zu überzeugen. Für die Branche bedeutet das mehr Wettbewerb – für die Kundinnen und Kunden mehr Auswahl.
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