E-Autos verzeichnen starkes Wachstum

15. Februar 2018
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Aktuelles

Drohende Dieselfahrverbote auf der einen Seite, fehlende Ladeinfrastruktur auf der anderen und strenge Klimaziele sowie große Abgasskandale mitten drin. Die Automobilbranche war selten so stark in Bewegung wie jetzt. Der Trend geht Richtung Elektromobilität. Und auch wenn man davon im österreichischen Straßenbild vielleicht noch nicht so viel merkt, so ist er in harten Zahlen doch nicht von der Hand zu weisen: Im Laufe des Jahres 2017 ist der Bestand an E-Autos weltweit auf 3,2 Millionen Stück angestiegen. Das bedeutet ein Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 – so das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Stuttgart, das die passende Studie veröffentlicht hat.

Der größte Wachstumstreiber war China. Hier rollten mit Ende 2017 1,2 Millionen Stromer über die Straßen; im letzten Jahr allein wurden 579.000 neue E-Mobile ausgeliefert. Die meisten davon kamen aus China selbst, womit die Volksrepublik auch die beiden erfolgreichsten E-Auto-Hersteller stellt: BYD (“Build Your Dreams”) und BAIC. Auf Platz Drei landet Tesla, Platz Vier ging an BMW und Rang Fünf an VW.

Der kleine Haken an der Sache: Die Studie zog für seine Zahlen alle Autos heran, die mit Strom betankt werden können. Das heißt aber nicht, dass die kleinen Ampere-Schweinchen aus der Steckdose auch ihre einzige Energiequelle sein müssen – auch Plug-In-Hybride wurden mitgezählt.

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf den österreichischen Markt: Am 31.12.2017 waren in Österreich 14.618 E-Autos zugelassen – das waren um 5.545 mehr als 2016. Das macht einen Anteil von 0,3 Prozent der insgesamt 4.898.578 in Österreich zugelassenen Autos aus. Zwischen Plug-in und konventionellen Hybrid-Antrieben wird in den bis jetzt nur vorläufigen Zahlen nicht unterschieden, die Benzin- und Diesel-Hybrid-Fahrzeuge machten insgesamt aber  27.494 Autos aus – also 0,5 Prozent des Gesamtbestands.