Fakt: Porsche-Fahrer sind Temposünder, Lancia-Fahrer verunfallen oft

26. September 2017
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Aktuelles

Klischees. Wir alle haben sie in unseren Köpfen und wissen vermutlich eh, dass man sie nicht als pauschale Wahrheiten sehen darf. Und dennoch: irgendwo müssen sie ja herkommen, diese bösen Vorurteile. Zum Beispiel aus Statistiken wie der, die Check24 unlängst veröffentlicht hat. Darin wurden für Auto-Marken mit mindestens 1.000 Kfz-Versicherungsabschlüssen über die Plattform in Hinblick auf Schäden im Rahmen der Haftpflicht-Versicherung ebenso erhoben wie die Punkte, die deren Fahrer im deutschen Straßenverkehr gesammelt haben. Das Ergebnis ist durchaus faszinierend:

Porsche-Fahrer sind die häufigsten Temposünder auf deutschen Straßen, relativ dicht gefolgt von Land Rover- und Saab-Piloten. Die bravsten Fahrer sitzen hingegen laut Statistik hinterm Steuer eines Nissan, Suzuki, Renault oder Daihatsu. Auch Lancia-Fahrer sind unterdurchschnittlich „zu schnell“. Dennoch sind es laut Statistik just sie, die am häufigsten Haftpflichtschäden gemeldet haben – also solche verursacht haben. 42 Prozent häufiger als der Durchschnitt, um genau zu sein.

Danach folgen mit recht großem Abstand Toyota- (25 Prozent häufiger) und Volvo-Fahrer (22 Prozent). Der große Aha-Moment kommt dann aber, wenn man seinen Blick ans Ende der Haftpflichtschäden-Statistik schweifen lässt: Dort finden sich nämlich ganz unten just die am häufigsten zu schnellen Porsche-Mannen. Sie crashen 43 Prozent seltener als der Durchschnitt. Platz 2 der unfallärmsten Fahrer geht an die Smart-Halter (32 Prozent seltener), die dritte Stockerlstufe an die Mini-Lenker. Sie verunfallen 14 Prozent seltener als der Durchschnitt. Hier die vollen Statistiken:

(2017-09-01-CHECK24_Tabellen_MarkenPunkteUnfälle.xlsx)

(2017-09-01-CHECK24_Tabellen_MarkenPunkteUnfälle.xlsx)

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1 Kommentare

  1. Könnte das vielleicht daran liegen, dass Schnellfahrer konzentriert unterwegs sind und mit allen Sinnen Auto fahren? Beim schnellen Fahren kann man halt keine SMS verfassen, Leberkäsesemmel essen, in der Handtasche kramen, Schaufenster schauen oder dem Beifahrer mit beiden Händen ein bildliches Gespräch bieten. Beim Dahinzockeln schon, wie die tägliche Praxis leider zeigt – und dann kracht es halt ab und zu. Zu befürchten ist, dass diese „Nebentätigkeiten“ – abgesichert durch die unzähligen Assistenzsysteme – noch zunehmen werden.

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