Faraday Future: Fahrzeug-Plattform und Konzept-Auto enthüllt (inkl. Teaser auf potenziellen Tesla Model X-Rivalen)

5. Januar 2016
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Aktuelles

Gestern noch berichteten wir von den großen Plänen von Faraday Future – wie sie sich die Zukunft der Mobilität vorstellen und uns quasi im Alleingang dort hin bringen wollen. In der Nacht von gestern auf heute war es dann so weit: Faraday Future enthüllte ihr erstes Auto. Der FFZERO1 ist dabei aber wohl kaum bereits das Auto, das all diese Revolutionen auf unsere Straße bringen wird. Im Gegenteil – es ist eher zu bezweifeln, dass dieser Hyper-Sportler, der wie direkt aus einem Videospiel entsprungen sein könnte (man beachte die Namensähnlichkeit zur SciFi-Rennspiel-Serie F-Zero), überhaupt einmal auf unseren Straßen zu sehen sein wird.

Also alles doch nur heiße Luft von Faraday Future? Bei weitem nicht! Der FFZERO1 ist nämlich weniger wegen seiner Gesamtheit interessant, sondern wegen dem, was unter dem schicken und radikalen Kleid aus Karbon und Blech steckt. Die eigens entwickelte Plattform von FF soll nämlich die Basis für alle künftigen Autos der Firma bieten. Und das bedeutet freilich nicht, dass sie nur Sportwagen bauen werden. Da das Startup nämlich statt großen Batterie-Blöcken auf „Ketten“ aus Batterien setzt, kann die den Radstand des Autos bestimmende Größe der Akku-Einheiten relativ flexibel verändert werden. So stecken zwischen den Achsen eines Kompaktwagen dann beispielsweise nur vier Akku-Ketten, bei einem Luxus-SUV-Modell hingegen sechs oder sieben. Auch der Antrieb ist flexibel. Das flexible Layout erlaubt die Montage von einem, zwei, drei, oder nach einigen Adaptionen, auch vier Elektromotoren. Damit ist Vorder-, Hinter- und Allrad-Antrieb gleichermaßen möglich. Im Falle des FFZERO1 werden übrigens alle vier Räder angetrieben (1000PS, 0-100 in knapp 3 Sekunden). Außerdem ist die Faraday-Basis von Haus aus auf maximale Vernetzung ausgelegt und darauf vorbereitet, mit autonomen Fahr-Modi ausgerüstet zu werden. An Ambitionen fehlt es dem Team also nicht.

An Geld aber offensichtlich ebenso wenig. Eine Milliarde Dollar (aus chinesischen Investor-Quelle munkelt man) soll in eine gigantische Fertigungsanlage nördlich von Las Vegas investiert werden. Das soll insgesamt 4500 Jobs schaffen und natürlich auch ordentliche Produktionskapazitäten ermöglichen. Zeitpläne für all das sind aber noch keine bekannt. Wenn man aber bedenkt, dass im Grunde ALLES, was Faraday Future bis heute geschaffen hat, in gerade einmal 18 Monaten entstanden ist, kann man davon ausgehen dass es wohl nicht mehr all zu lang dauern wird, bis wir wieder etwas Neues, konkreteres von FF hören … oder von Apple. Immerhin gibt es ja Gerüchte und Berichte, dass das „Apple Auto“ so um 2019 auf den Markt kommen sollte. Das würde rein zeitlich gut zusammenpassen. Ein Zufall? Vielleicht … vielleicht aber auch nicht. 😉

Ganz sicher kein Zufall ist jedenfalls der ganz kurze Teaser am Ende des ersten Videos in diesem Artikel, in dem über der Plattform die Silhouette des vermutlich ersten Serien-Straßenautos gezogen wird. Und diese sieht sehr nach einem SUV mit Coupé-hafter Linie aus. Also nach etwas, das dem Tesla Model X gehörig die Suppe versalzen könnte.

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