Ferrari 12Cilindri Manuale: Handschalter für 830 PS

Ferrari besinnt sich auf eine fast verschwundene Form des Fahrens. Mit dem 12Cilindri Manuale erhält das aktuelle V12-Topmodell eine limitierte Sonderversion, die wieder mit Schalthebel und Kupplungspedal ausgestattet ist. Eine klassische mechanische Handschaltung ist es allerdings nicht: Hinter dem System steckt moderne By-wire-Technik. Das von Ferrari neu entwickelte „Manuale by-wire“ verbindet den Schalthebel und das Kupplungspedal elektronisch mit dem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. In den ersten sechs Gängen sowie im Rückwärtsgang kann der Fahrer selbst schalten und kuppeln. Alternativ lässt sich das Getriebe weiterhin vollständig automatisch betreiben. Auf Schaltwippen am Lenkrad verzichtet Ferrari beim Manuale komplett.

V12 bleibt unangetastet

Beim Motor setzt Ferrari auf den bekannten 6,5-Liter-V12-Saugmotor. Er leistet 830 PS und dreht bis 9.500 Touren. Trotz des ungewöhnlichen Schaltkonzepts bleiben die Fahrleistungen auf Supersportwagen-Niveau: Von null auf 100 km/h geht es in 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 340 km/h. Damit soll der Manuale weniger eine Rückkehr zu alter Technik als vielmehr eine moderne Interpretation des klassischen Ferrari-Fahrerlebnisses darstellen. Kupplungspedal und offene Schaltkulisse bringen wieder mehr Interaktion ins Cockpit, während im Hintergrund weiterhin die Technik des Doppelkupplungsgetriebes arbeitet. Auch optisch hebt sich die Sonderedition vom regulären 12Cilindri ab. Eine spezielle Pinstripe-Gestaltung an Front und Heck erinnert an den Ferrari 365 GTB/4 Daytona. Verantwortlich für das Design zeichnet das Centro Stile Ferrari unter Leitung von Flavio Manzoni.

Der Ferrari 12Cilindri Manuale wird auf weltweit 1.499 Exemplare limitiert. Zum Paket gehört außerdem das siebenjährige Wartungsprogramm der Marke. Damit bleibt die Rückkehr des Schalthebels eine entsprechend exklusive Angelegenheit.

Foto: Werk

Lies unser E-Paper direkt in der App: