Ferrari Elettrica: Der Anfang vom E…

Ferrari hat in Maranello erstmals das Fahrgestell und die technischen Komponenten seines ersten vollelektrischen Serienmodells vorgestellt – der Ferrari Elettrica. Das Fahrzeug ist Teil der Strategie des Unternehmens, künftig neben Verbrennungs- und Hybridantrieben auch rein elektrische Modelle anzubieten.

Das Chassis besteht zu rund 75 Prozent aus recyceltem Aluminium. Das reduziert den Materialverbrauch und soll den CO₂-Ausstoß bei der Produktion senken. Die Batterie ist in die Fahrzeugstruktur integriert, etwa 85 Prozent der Module liegen tief im Boden. Dadurch sinkt der Schwerpunkt um rund 80 Millimeter im Vergleich zu einem ähnlichen Verbrennermodell. Die Vorder- und Hinterachsen hat Ferrari selbst entwickelt. Die vordere Einheit erreicht eine Leistungsdichte von 3,23 kW pro Kilogramm bei einem Wirkungsgrad von etwa 93 Prozent, die hintere 4,8 kW pro Kilogramm bei gleicher Effizienz. Die Batterie arbeitet mit 800 Volt und hat eine Kapazität von rund 122 Kilowattstunden. Die Energiedichte liegt bei etwa 195 Wh/kg.

Ferrari nennt für den Elettrica eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden, eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 310 km/h und eine Reichweite von mehr als 530 Kilometern. Drei Fahrmodi – Range, Tour und Performance – sowie fünf Leistungsstufen sollen eine flexible Abstimmung ermöglichen. Beim Geräuschkonzept verzichtet Ferrari auf künstlich erzeugten Motorsound. Stattdessen werden Vibrationen und Frequenzen des elektrischen Antriebs über Sensoren erfasst und hörbar gemacht.

Der Elettrica ist das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit. Nach Hybridprojekten wie dem LaFerrari, SF90 Stradale und 296 GTB setzt Ferrari damit den nächsten Schritt in Richtung elektrischer Antriebstechnik. Das Modell soll 2026 auf den Markt kommen.

Foto: Werk

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