Ferrari erweitert sein exklusives Special-Projects-Programm um ein weiteres Einzelstück: den neuen HC25. Präsentiert wurde der offene Zweisitzer im Rahmen der Ferrari Racing Days auf dem Circuit of the Americas in Texas. Anders als viele aktuelle Hochleistungsmodelle setzt der HC25 bewusst nicht auf Elektrifizierung, sondern auf klassische Ferrari-Tugenden – V8-Biturbo, Mittelmotor und maximale Individualisierung.
Technische Basis des Einzelstücks ist der Ferrari F8 Spider. Damit übernimmt der HC25 das Aluminium-Chassis, die Mittelmotorkonfiguration sowie den bekannten 3,9-Liter-V8-Biturbo. Der Motor leistet 720 PS bei 7.000 U/min und liefert 770 Nm Drehmoment ab 3.250 Touren. Den Sprint auf 100 km/h absolviert der Roadster in 2,9 Sekunden, Tempo 200 folgt nach 8,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h. Geschaltet wird über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe.
Optisch entfernt sich der HC25 jedoch deutlich vom Serienmodell. Verantwortlich dafür zeichnet Ferraris Centro Stile unter Leitung von Flavio Manzoni. Besonders auffällig ist die zweigeteilte Formensprache: Front und Heck wirken wie zwei getrennte Karosseriekörper, verbunden durch ein schwarzes, skulpturales Band. Dieses übernimmt gleichzeitig technische Aufgaben und integriert Kühlluftführungen sowie thermische Elemente.
Die Seitenlinie streckt das Fahrzeug optisch und verlagert die Kabine weiter nach vorne. Dazu kommen schmale Frontscheinwerfer mit markanter Einkerbung und vertikal angeordnete Tagfahrlichter in Boomerang-Optik. Am Heck greift Ferrari dieses Motiv erneut auf. Fünfspeichenräder mit diamantgeschliffenem Außenring sorgen zusätzlich für einen fast conceptcarartigen Auftritt.
Der HC25 entstand laut Ferrari in rund zwei Jahren enger Zusammenarbeit zwischen Kunde und Designteam. Von ersten Skizzen über ein 1:1-Modell bis hin zur finalen Fertigung wurde das Fahrzeug individuell entwickelt. Genau das macht die Ferrari-Special-Projects-Modelle so besonders: Sie sind keine limitierten Kleinserien, sondern echte Einzelstücke.
Über den Preis schweigt Ferrari traditionell. Klar ist aber: Der HC25 dürfte nicht nur technisch, sondern auch finanziell weit außerhalb klassischer Ferrari-Dimensionen liegen.
Foto: Werk




