Ford Pro erweitert die bekannte Transit-Familie um ein neues Einstiegsmodell für den urbanen Einsatz. Der vollelektrische Transit City richtet sich gezielt an Lieferdienste, Handwerksbetriebe und Serviceflotten, die vor allem in Städten unterwegs sind. Kompakte Abmessungen, ein auf Effizienz ausgelegter Elektroantrieb und reduzierte Betriebskosten stehen dabei im Mittelpunkt. Der Marktstart ist für Ende 2026 geplant, Preise wurden noch nicht genannt.
Kompakte Abmessungen, flexible Varianten und hoher Nutzwert
Der neue Ford Transit City wird in mehreren Karosserievarianten angeboten, um unterschiedliche Einsatzbereiche abzudecken. Neben zwei Kastenwagenversionen mit unterschiedlichen Radständen und Dachhöhen (L1H1 und L2H2) steht erstmals in diesem Segment auch eine Fahrgestellvariante mit Einzelkabine zur Verfügung, die sich besonders für individuelle Aufbauten eignet.
Bereits die kompakte L1H1-Version bietet einen rund 6 Kubikmeter großen Laderaum und kann bis zu drei Euro-Paletten transportieren. Die Nutzlast beträgt hier bis zu 1.085 Kilogramm. Die größere L2H2-Version steigert das Ladevolumen auf etwa 8 Kubikmeter, bietet eine Ladelänge von mehr als 3 Metern und eine maximale Nutzlast von bis zu 1.275 Kilogramm. Beide Varianten setzen auf eine bewusst reduzierte, funktionale Ausstattung, um Kosten und Komplexität gering zu halten. Dazu gehören unter anderem ein robuster Frachtraumboden, halbhohe Seitenverkleidungen und zahlreiche Verzurrmöglichkeiten.
Die Fahrgestellversion richtet sich vor allem an Gewerbekunden mit speziellen Anforderungen. Dank standardisierter Schnittstellen und optimierter Rahmenstruktur eignet sie sich für verschiedenste Umbauten. Ford Pro greift dabei auf ein europaweites Netzwerk von mehr als 200 zertifizierten Aufbauherstellern zurück, darunter auch mehrere Partner in Österreich.
Elektroantrieb mit Fokus auf Effizienz und Alltagstauglichkeit
Angetrieben wird der Transit City von einem Elektromotor mit 110 kW (150 PS), der seine Kraft auf die Vorderräder überträgt. Die Energie liefert eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit einer nutzbaren Kapazität von 56 kWh. Diese Kombination ermöglicht eine Reichweite von bis zu 254 Kilometern nach WLTP.
Ford Pro betont, dass diese Reichweite bewusst auf typische Einsatzprofile abgestimmt ist. Laut Hersteller deckt sie mehr als die doppelte Strecke ab, die 90 Prozent der Fahrzeuge in diesem Segment durchschnittlich pro Tag zurücklegen. Geladen wird mit bis zu 87 kW an DC-Schnellladesäulen, wodurch sich der Akku in rund 33 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen lässt. Bereits nach etwa zehn Minuten können bis zu 65 Kilometer zusätzliche Reichweite nachgeladen werden. An einer 11-kW-Wallbox dauert eine vollständige Ladung von 10 auf 100 Prozent rund viereinhalb Stunden.
Für den Stadtverkehr bietet der Transit City eine One-Pedal-Drive-Funktion. Dabei verzögert das Fahrzeug durch Rekuperation bis zum Stillstand, was insbesondere im Stop-and-Go-Verkehr für mehr Effizienz und Komfort sorgt. Ford nutzt hier Erfahrungen aus anderen elektrischen Nutzfahrzeugen der Marke.
Geringe Betriebskosten, moderne Assistenzsysteme und hohe Alltagstauglichkeit
Ein zentraler Vorteil des Transit City liegt in den Betriebskosten. Durch den elektrischen Antrieb sollen Energiekosten sinken, gleichzeitig reduziert sich laut Ford der Wartungsaufwand im Vergleich zu Dieselmodellen um rund 40 Prozent. Die Serviceintervalle wurden auf zwei Jahre oder 40.000 Kilometer verlängert, um Standzeiten zu minimieren.
Auch bei der Haltbarkeit wurde der Transporter gezielt auf den harten Alltagseinsatz vorbereitet. Ein umfangreiches Testprogramm simulierte eine Nutzungsdauer von zehn Jahren beziehungsweise mehr als 240.000 Kilometer unter anspruchsvollen Bedingungen. Besonders stark beanspruchte Bereiche wie Türen oder Fahrersitz wurden dabei gezielt berücksichtigt. Für die Hochvolt-Komponenten gewährt Ford eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern.
Die Ausstattung ist auf den täglichen Einsatz optimiert. Serienmäßig sind unter anderem Sitzheizung, schlüsselloses Startsystem, Einparksensoren vorne und hinten, Rückfahrkamera, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie ein Spurhalteassistent an Bord. Hinzu kommt ein automatischer Notbremsassistent. Das Infotainment-System nutzt einen 12-Zoll-Touchscreen und unterstützt kabelloses Apple CarPlay und Android Auto.
Optional kann der Transit City mit einem Plug-in-Modul für Ford Pro Telematics ausgestattet werden. Damit lassen sich Flottenbetrieb, Wartung und Fahrzeugnutzung digital überwachen und optimieren. Ergänzend unterstützt Ford Pro Unternehmen auch bei der Planung und Installation von Ladeinfrastruktur am Unternehmensstandort.
Foto: Werk




