Für positive US-Schlagzeilen: Passat GT Serienfertigung realistisch

11. August 2017
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Aktuelles

Wie schon so oft blicken wir Europäer über den großen Teich und empfinden in erster Linie Neid – Neid, dass die dort drüben so coole Autos haben und wir nicht. Jahrelang haben wir Ford und Chevrolet angebettelt, Mustang und Camaro doch auch bei uns zu verkaufen. Jetzt, wo wir die amerikanischen Legenden auch ohne Grauimporteur bei uns im Lande erwerben können, gehen uns die europäischen Marken fremd. Es ist schon wahr, dass Volkswagen schon immer eigene Fahrzeuge für andere Märkte angeboten hat, doch man hat am Beispiel Fox gesehen, dass diese bei uns nicht zwingend funktionieren – und einem Gol, nicht Golf, weint ja wirklich niemand eine Träne nach. Dem VW Passat GT aber schon.

vw-passat-gtEinen GTI für Erwachsene mit ordentlich Laderaum, einem 3,6-Liter VR6 Saugmotor und allerlei sportlichen Zierrat an der Karosserie hätten wir auch gerne. Dieser basiert auf dem US-Passat, der aufgrund der relativ antiquierten Technik nicht mit unserem Passat verglichen werden kann und deshalb auch einen Einstiegspreis von umgerechnet nur 20.000 Euro hat. Trotz einer nicht zeitgemäßen Starrachse und daraus resultierenden Einschränkungen in Sachen Fahrkomfort und -dynamik verspricht der Sport-Passat jede Menge positive Schlagzeilen in den amerikanischen Autozeitschriften. Ursprünglich als Studie präsentiert, bekam der Fullsize-GTI so viel positive Resonanz, dass einer Serienfertigung praktisch nichts mehr im Wege steht.

„Der Passat GT ist ein erstes Beispiel, wie Volkswagen Nordamerika mit den Ansprüchen und Wünschen amerikanischer Kunden umgeht“, so Dr. Matthias Erb, Chef-Entwickler von VW Nordamerika.

Mit seinem 280 PS starken Benziner soll der Passat GT nicht nur schön klingen, er soll vor allem vom Dieselskandal ablenken. In Verbindung mit einem 6-Gang DSG dürfte er ganz nebenbei auch für respektable Fahrleistungen sorgen. Optisch sorgen Ingredienzien wie Wabengrill, rote Zierleisten, eine doppelflutige Auspuffanlage im Diffusor und neue 19-Zoll-Felgen für Alarm. Innen gibts Pseudo-Carbon, Klavierlack und die ein oder andere abgesteppte Naht. Nicht schlecht – würden wir auf dem alten Kontinent auch nehmen. Ab wann der Passat GT verkauft wird und wie viel er dann kostet, verrät VW noch nicht.

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