Gerüchte: FCA verkauft Alfa Romeo, Maserati & mehr

25. August 2017
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Aktuelles

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg prüft Fiat-Chrysler die Trennung und den Verkauf der Marken Maserati und Alfa-Romeo. Der strauchelnde US-Absatz und hohe Schulden bringen den italienisch-amerikanischen Autobauer in diese Situation. Unabhängig davon klopft der chinesische Hersteller Great Wall an die FCA-Tür. Die Chinesen bekunden öffentlich ihr Interesse für die legendäre Offroad-Marke Jeep, die ja ebenfalls zum Fiat-Konzern gehört. Great Wall hat erst im April dieses Jahres seine erste Submarke „Wey“ Marktreif gemacht und zählt zu den aufstrebenden, großen chinesischen Fahrzeugherstellern, die in Zukunft auch in Europa Fuß fassen möchten.

Möglich ist nicht nur ein Verkauf von Automarken, auch der Automobilzulieferer Magneti Marelli, der 1919 gegründet wurde und ebenfalls zum Fiat-Chrysler Konzern gehört, könnte an den Mann gebracht werden. Rund fünf Milliarden Euro soll das Unternehmen wert sein. Maserati und Alfa-Romeo werden gemeinsam auf etwa sieben Milliarden geschätzt. Momentan werden verschiedene Szenarien überprüft und diskutiert: vor 2019 dürfte es demnach noch zu keiner endgültigen Entscheidung kommen. Vorteilhaft wäre eine etwaige Trennung aber für die dann noch im Konzern verbleibenden Marken, die sich komplett auf den Massenmarkt konzentrieren können.

Sergio Marchionne, FCA-Boss, ist nach jüngsten Aussagen für strategische Optionen offen. Ende 2016 lasteten noch sieben Milliarden Dollar Schulden auf den Schultern seines Konzerns. Im September des letzten Jahres mussten etwa 1,9 Millionen Fahrzeuge wegen elektronischer Defekte zurückgerufen werden – Gerüchten zufolge kommen weitere dazu. Das sind alles Gründe, die für einen Verkauf sprechen könnten.

 

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