Großbritannien möchte Verbrennungsmotoren bis 2040 verbieten

26. Juli 2017
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Ab 2040 möchte die Londoner Regierung den Verkauf von konventionell angetriebenen Fahrzeugen verbieten. Das berichten zumindest mehrere britische Tageszeitungen. Der Eingriff in die Autobranche soll immens sein und nicht einmal mehr Hybrid-Fahrzeuge zulassen. Offizielle Stellungnahme des britischen Umweltministeriums gibt es aber noch nicht. Sollten die Berichte allerdings der Wahrheit entsprechen, folgen die Briten den Franzosen. Auch Frankreich plant Benzin- und Dieselautos ab 2040 zu verbieten. Norwegen hat sogar noch höher gesteckte Ambitionen: ab 2025 sollen die Norweger emissionsfrei mobil sein. Passend also, dass mit Volvo als skandinavischer Autobauer der erste traditionelle Hersteller ist, der sich vom Verbrennungsmotor verabschieden möchte. Ab 2019 fährt jeder neue Volvo entweder mit Elektro- oder Hybridantrieb. Auch Daimler und Volkswagen möchten ihren Anteil an der E-Mobilität vergrößern: Rund ein Viertel aller ausgelieferten Autos sollen elektrisch betrieben werden. BMW möchte seinen E-Mini im englischen Oxford fertigen.

Der britische Wirtschaftsminister Greg Clark möchte sein Land zum wichtigsten Produktionsstandort für Elektroautos machen. Experten schätzen sowieso, dass die Nachfrage nach Elektroautos steigen, und jene nach Benzinern und Dieseln sinken wird. Hauptproblem und schuld an der mäßigen Attraktivität der E-Autos sind nach wie vor die im Vergleich zu Verbrennern geringere Reichweite und höheren Anschaffungskosten. Bevor diese Schwierigkeiten nicht geklärt und aufgehoben sind, ist nirgendwo an ein Verbot zu denken.