Mazda: Wankel-Team will Turbo statt Hybrid

18. November 2016
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Aktuelles

Es gibt sie noch – die Wankel-Fans. Und damit meinen wir nicht nur die Fans da draußen, in der großen weiten Welt, die ihre RX-7 und RX-8 pflegen und lieben. Wir meinen Menschen bei Mazda; Ingenieure und Buchhalter gleichermaßen wie es scheint. Denn noch darf ein kleines Team an Technikern auch weiterhin an einem neuen Wankelmotor für ein Auto arbeiten, dass dann irgendwann mal so aussehen soll wie das großartige RX-Vision Konzept-Auto (siehe Bilder).

Das zumindest sagt und hofft Kiyoshi Fujiwara, Mazda’s Forschungs- und Entwicklungs-Chef laut einem Artikel von CarAdvice. Doch er räumt auch ein, dass man dabei noch einen langen Weg vor sich hat:

„Das Problem ist vermutlich der Verbrauch und die Abgas-Emissionen, doch aus unserer Sicht ist die grundsätzliche Schwachstelle das Strukturelle Problem des Wankel-Motors an sich. Wir versuchen komplett neue Technologien zu entwickeln, um diese strukturellen Probleme zu überwinden.“

Dabei tut das Team alles was möglich ist, um eine Hybrid-Konstruktion zu vermeiden, die ja eigentlich auf der Hand liegen würde – damit könnte man quasi im Handumdrehen die Drehmoment- und Emissions-Probleme des Motors lösen. Doch das Team möchte den Motor einmal in einem Sportwagen mit niedrigem Gewicht sehen – und die schweren Akkus würden diesen Plan zunichte machen. Somit ist Turbo-Aufladung der einzige Weg. Dass man diesen Weg einschlagen würde, zeigten ja auch schon frühere Patente, die Mazda eingereicht hat und die einen neuen Turbo-Wankel zeigten.

Wie dem auch sei: Die Hoffnung lebt, dass wir – Wankel-Fans oder nicht – doch irgendwann noch einmal einen mit Rotor-Motor bewaffneten, leichten Mazda-Sportwagen geliefert bekommen. Das Commitment bei Mazda ist jedenfalls da.

„Alle Ingenieure und Designer (bei Mazda) lieben Wankel-Motoren, lieben Sportwagen.“

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