Mercedes-AMG plant reines Elektro-Auto

23. Januar 2019
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Aktuelles

AMG stand einst relativ unmissverständlich für großvolumige V8-Motoren – in Handarbeit nach „one man, one engine“-Prinzip gefertigt – in auf brutal gebürsteten Mercedes-Modellen. Dieses Image wurde zunehmend erweitert. Sowohl „nach oben“, mit eigenen Modellen die dem AMG GT oder dem GT 4-Türer in all ihren Varianten, als auch „nach unten“, mit Modellen mit dem 35er, 43er oder 53er-Schriftzug, die auf Sechs-, oder im Falle der A-Klasse gar nur Vierzylindermotoren setzen.

Nun räumte AMG-Chef Tobias Moers in einem Gespräch mit den Kollegen der Automobilwoche ein, dass auch ein eigenständiges AMG-Modell ganz ohne Zylindern alles andere als ausgeschlossen ist. Moers wörtlich:

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir im Rahmen der EQ-Offensive auch ein eigenständiges rein elektrisches Modell der Marke AMG auf den Markt bringen.“

Konkreter wurde er diesbezüglich aber nicht. Anders beim Thema Hybridisierung. Er bestätigte, dass der AMG GT 4-Türer im Jahr 2020 als Plug-in Hybrid kommen wird. Danach sollen schnell auch für andere, aktuelle AMG-Modelle entsprechende Varianten folgen. Der Grund dafür ist klar: Auch die Performance-Jünger von AMG können sich als Teil des Daimler-Konzerns nicht dem Einfluss der strikten CO2-Regulatorien entziehen. Chef Moers gibt sich aber zuversichtlich und meinte, dass AMG mit ihrer Strategie auch auf die verschärften CO2-Vorgaben der EU gut vorbereitet sei.

Jedenfalls ist Moers wichtig, dass AMG-Modelle in Zukunft einen stärkeren Wiedererkennungswert bekommen. So wollen die Affalterbacher in Sachen Farben und Designaspekten offener werden und auch sonst rein optisch von der Muttermarke etwas weiter wegrücken:

„Unsere Fahrzeuge sollen auf den ersten Blick erkennbar sein, beispielsweise durch den Panamericana-Grill.“

meinte Moers.

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