Mercedes-Benz GLB 2026: Siebensitzer-Bestseller

Mit der neuen GLB-Generation startet Mercedes 2026 in der elektrischen Kompaktklasse neu durch. Der GLB soll vielseitiger, geräumiger und effizienter sein als sein Vorgänger – und bleibt eines der wenigen Modelle im Segment, die bis zu sieben Sitzplätze bieten.

Der neue Mercedes-Benz GLB setzt im Vergleich zu seinem Vorgänger vor allem auf Nutzwert und modernisierte Technik. Das Design wurde kantiger, der Kühlergrill trägt nun ein Sternmuster mit LED-Beleuchtung, und die Proportionen wirken insgesamt etwas grown-up. Wichtiger ist aber, was sich beim Platzangebot getan hat. Durch 60 Millimeter mehr Radstand und größere Türausschnitte ist der Einstieg in die zweite und vor allem die dritte Reihe deutlich einfacher. Personen bis 1,71 Meter passen dort hinein – ein für diese Fahrzeugklasse seltener Wert. Auch die Kopffreiheit vorne und hinten wurde spürbar verbessert. Der Kofferraum profitiert von der neuen Plattform: bis zu 540 Liter, mit umgelegten Lehnen bis 1.715 Liter. Dazu kommt ein 127-Liter-Frunk, der im Alltag tatsächlich einen Unterschied macht. Zum Start ist der GLB rein elektrisch unterwegs. Der GLB 250+ leistet 200 kW, der GLB 350 4MATIC 260 kW. Beide Modelle nutzen eine 85-kWh-Batterie und das neue 800-Volt-System, das Ladeleistungen bis 320 kW erlaubt. Unter optimalen Bedingungen sollen in zehn Minuten 215 bis 260 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können. Die Normreichweiten: 542 bis 631 Kilometer für den 250+, 521 bis 614 Kilometer für den 350 4MATIC. Interessant für jene, die ziehen wollen: Die Allradversion darf bis zu zwei Tonnen an den Haken nehmen – ein Wert, der die Konkurrenz in dieser Größenordnung relativ alt aussehen lässt.

Abseits befestigter Straßen hilft der TERRAIN MODE, der Lenkung, Antrieb und Bremse auf losem Untergrund anpasst. Die “transparente Motorhaube”, also ein zusammengesetztes Kamerabild nach unten, erleichtert Rangiermanöver. Ebenfalls neu ist das Scheibenwischsystem Vision Control, das direkt an der Wischerleiste sprüht, Sichtverluste reduziert und auch die Sensorzone sauber hält. Innen konzentriert sich der GLB auf ein stark digitalisiertes Bedienkonzept. Optional gibt es den MBUX Superscreen, der Fahrerdisplay, Zentralmonitor und Beifahrerbildschirm unter einer Glasfläche vereint. Die vierte Generation von MBUX nutzt mehrere KI-Agenten, unter anderem von Google und Microsoft, um Navigation, Fahrzeugwissen und Internetrecherche abzudecken. Die Navigation basiert erstmals direkt auf Google Maps, integriert aber Mercedes-eigene E-Routing-Funktionen inklusive automatischer Ladestoppplanung und optionaler Ladesäulen-Reservierung. Das System bleibt dank Over-the-Air-Updates über die Jahre aktuell.

Sicherheitsseitig baut der GLB auf einen erheblich erweiterten Sensorensatz mit acht Kameras, fünf Radarsensoren und zwölf Ultraschallsensoren. Neu ist ein serienmäßiger Mittenairbag zwischen Fahrer und Beifahrer. Die Assistenzsysteme laufen unter dem neuen Namen MB.DRIVE, das Funktionsspektrum reicht je nach Ausstattung vom klassischen Abstandsassistenten bis zu Spurwechselhilfen und erweiterten Stadtfunktionen. Für den Komfort sind Wärmepumpe, verbesserte Sitzkinetik und ein optionales Burmester-3D-Soundsystem zuständig. Die Wärmepumpe, abgeleitet aus dem Technologieprogramm des EQXX, soll den Innenraum deutlich schneller aufheizen als beim Vorgänger und gleichzeitig effizienter arbeiten. Bei full spec wirkt der GLB damit sehr weit oben im Kompaktsegment, was Ausstattung und Technik angeht.

Die Preise für Österreich starten bei 57.890 Euro für den GLB 250+ und 60.990 Euro für den GLB 350 4MATIC. Bestellstart ist der 9. Dezember 2025, die Markteinführung erfolgt im Frühjahr 2026. Hybridmodelle folgen einige Monate später und sollen besonders für Märkte mit unterschiedlicher Ladeinfrastruktur relevant sein.

Foto: Werk

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