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Neuzulassungen

11. Oktober 2018
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Der VW-Konzern hat es proaktiv (und gezwungenermaßen) frühzeitig bekannt gegeben: die Verkaufszahlen werden im Herbst, speziell in den Monaten September und Oktober, stark zurückgehen. Weil man nicht rechtzeitig mit der Homologation der Modellpalette nach dem neuen Verbrauchszyklus fertig wird und somit nicht alle aktuellen Modell verkaufen darf / kann, die noch nicht den neuen Zyklus durchlaufen haben. Aber auch andere Marken sehen im September ziemlich mickrig aus. Obwohl sie keine Riesen-Palette vorweisen…

Im Detail: zum ersten Mal, seit, ich glaube, 1992, führt nicht der VW Golf das Typen-Monatsranking an. Beim Hyundai Tucson sind 830 verkaufte Stück ein „Normal-Monat“. Beim Golf reichen gerade mal 349 Stück (im Vorjahresmonat waren es 1504) immerhin noch für Platz 3 (!) – weil so gut wie alle Marken Einbußen hinnehmen mussten. Aber das wohl auch wegen vorgezogener Unsicherheits-Käufe bis August, und gar nicht mal nur wegen dem WLTP-„Problem“.

Weitere Auffälligkeiten: VW schafft dennoch Platz 1 im September (1805 Stk im Vergleich zu 4316 Stk im Vorjahr), auch Skoda behauptet den heuer angestammten Platz 2 (1492 statt 2201). Doch auch bei Hyundai auf Platz 3 ist das Minus (1470 statt 2280) ebenso hoch. Hat man auf die anderen Modelle außer dem Tucson verzichtet?

Am meisten erwischt hat es Audi: 246 Stück bedeuten nur Platz 21 im Marken-Ranking. Hinter Mini. Und Absturz auf Platz 11 im Gesamtjahr. Während die Konkurrenten BMW (September Platz 6, Gesamtjahr Platz 8) und Mercedes (7 bzw. 10) weiterhin im Höhenflug sind.

Aber auch andere Marken schauen sehr mau aus: etwa Alfa (61 Stück statt 200), Dacia (274 statt 633) aber auch Mitsubishi (70 statt zuletzt 700 Stk) oder Suzuki (284 statt 741 Stk).

Durch eine vergleichsweise niedrige Gesamtstückzahl fällt der September heuer wohl vergleichsweise wenig ins Gewicht – dennoch muss man gespannt auf den Oktober sein, bei welchen Marken und Modellen sich der vergangene Monat nur als kleines Tal entpuppt – und wo es länger dauert, bis alles wieder „normal“ ist.

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