Mit dem ersten LEAF kam 2010 das erste in Großserie produzierte Elektroauto auf den Markt – jetzt folgt die nächste Generation. Der kompakte Stromer zeigt sich überarbeitet und soll als alltagstaugliches Elektroauto mit längerer Reichweite, praxistauglicher Ausstattung und modernisierten Assistenzsystemen überzeugen.
Das Fahrzeug wird mit zwei Batteriegrößen angeboten. Die kleinere Version (52 kWh netto) ermöglicht eine Reichweite von bis zu 436 Kilometern nach WLTP. Die größere Batterie (75 kWh netto) erhöht diese auf bis zu 604 Kilometer. An Schnellladestationen kann laut Hersteller in rund 30 Minuten Strom für rund 417 Kilometer geladen werden – unter optimalen Bedingungen. Ein aktives Batteriethermomanagement bereitet den Akku vor dem Ladevorgang automatisch auf die passenden Temperaturen vor. Dank dieser Funktionen sowie eines gut nutzbaren Innenraums mit 437 Litern Kofferraumvolumen empfiehlt sich der LEAF als Hauptfahrzeug für unterschiedlichste Einsatzbereiche.
Früher war nicht alles besser
Das neue Modell wurde stärker auf Aerodynamik ausgelegt. Der Luftwiderstandsbeiwert wurde auf 0,25 gesenkt, unter anderem durch eine flachere Silhouette, bündige Türgriffe, eine vollständig verkleidete Unterseite und neu geformte Leuchten. Trotz kompakter Außenmaße bleibt der Innenraum familientauglich, bei optionaler Dachreling lassen sich auch Dachträger montieren. Je nach Ausstattung kommen unterschiedliche Raddimensionen von 18 bis 19 Zoll zum Einsatz.
Im Innenraum wurde das Layout aufgeräumt. Zwei 14,3-Zoll-Bildschirme bilden das digitale Cockpit. Die Nutzeroberfläche basiert auf einem gängigen Betriebssystem und erlaubt unter anderem Sprachsteuerung, Navigation und Medienzugriff. Auch eine Smartphone-App steht zur Verfügung – für Fernzugriff auf den Ladevorgang, Routenplanung oder das Vorkonditionieren des Innenraums. Fahrzeuge mit V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) können Strom für externe Geräte bereitstellen. Eine Einspeisung zurück ins Stromnetz (Vehicle-to-Grid) ist technisch vorbereitet, entsprechende Infrastrukturen vorausgesetzt. Das Fahrzeug basiert auf der gleichen Plattform wie ein bereits erhältlicher Crossover des Konzerns. Das Fahrwerk besteht vorn aus McPherson-Federbeinen, hinten kommt eine Mehrlenkerachse zum Einsatz. Unterstützt wird das Fahren durch Systeme wie adaptiven Tempomat, Spurhalteassistent, einen kamerabasierten Rundumblickmonitor und ein System zur Steuerung über nur ein Pedal. Auch die adaptive Rekuperation über Lenkradwippen ist an Bord.
Gebaut wird das neue Modell im Werk Sunderland (UK), das zum europäischen Produktionsnetzwerk des Herstellers gehört. Die Fertigung findet im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprogramms statt, das den Aufbau eines regionalen Elektro-Ökosystems vorsieht – inklusive lokaler Batteriefertigung und Nutzung erneuerbarer Energien. Der neue LEAF soll ab Herbst vorbestellbar sein, die Auslieferung ist für Frühjahr 2026 geplant.






